Die Stadt Jülich bildete erstmals einen Feuerwehrbeamten zum Hauptamtlichen Zugführer (B‑4) fort.
Dass Jülich wachsen will, ist hinlänglich bekannt und erklärtes Ziel. Zwangsläufig müssen auch Teile der Verwaltung mitwachsen. Diese Entwicklung geht auch nicht am hauptamtlichen Personal der Freiwilligen Feuerwehr Jülich vorbei. So qualifizierte sich Stefan Peterhoff, in einem internen Auswahlverfahren, für die Position des stellvertretenden Wachleiters der Feuerwache. Um die anspruchsvollen Aufgaben in dieser Position erfüllen zu können, absolvierte Herr Peterhoff nach seiner Bestellung die Ausbildung für das erste Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 des feuerwehrtechnischen Dienstes (ehem. gehobener Dienst).

Ein Jahr dauerte die Ausbildung an verschiedenen Ausbildungsstätten des Landes NRW. Neben Feuerwehrtaktischen Ausbildungen am Institut der Feuerwehr in Münster wie z.B. der Zug- und Verbandsführerausbildung standen auch Einsatz- und Beamtenrecht, Wissenschaftliche Grundlagen, BWL sowie mehrere Module Menschenführung auf dem Stundenplan. Das erforderliche Praktikum nach dem Zugführerlehrgang absolvierte Stefan Peterhoff bei der Berufsfeuerwehr in Düsseldorf.
Zeit zum Durchatmen gab es in dieser Zeit kaum, was sich auch im Privatleben bemerkbar machte. Ein großer Teil der Ausbildung ist verbunden mit einer Unterbringung unmittelbar am Lehrgangsort. Was bedeutet Montag in der Früh zum Lehrgang fahren und freitags nachmittags nach Hause zu kommen. Ein anstrengendes Jahr, auch für die Familie, die nur allzu oft auf Vater und Ehemann verzichten musste.
Da aber auch diese Zeit irgendwann vorüber ist, konnte Herr Peterhoff nach erfolgreicher Aufstiegsprüfung am 30.01.2026 seine Beförderungsurkunde zum städtischen Brandoberinspektor aus den Händen des Bürgermeisters in Empfang nehmen.
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