Weit­rei­chen­de Maß­nah­men für den Klimaschutz

Die Stadt Jülich inves­tiert Kom­pen­sa­ti­ons­mit­tel des Lan­des NRW in den Klimaschutz.

Im Rah­men des „Erlas­ses zur Kom­pen­sa­ti­on von Schä­den in Fol­ge aus­ge­blie­be­ner Inves­ti­tio­nen in den Kli­ma­schutz in den Kom­mu­nen durch die Coro­na-Pan­de­mie“ des Minis­te­ri­ums für Wirt­schaft, Inno­va­ti­on, Digi­ta­li­sie­rung und Ener­gie NRW (MWI­DE) stell­te das Land NRW für die Jah­re 2022 und 2023 ins­ge­samt 80 Mil­lio­nen Euro für kom­mu­na­le Kli­ma­schutz­in­ves­ti­tio­nen zur Verfügung.

Die Stadt Jülich konn­te über die­se soge­nann­te „Bil­lig­keits­richt­li­nie kom­mu­na­le Kli­ma­schutz­in­ves­ti­tio­nen“ Kom­pen­sa­ti­ons­mit­tel in Form eines nicht rück­zahl­ba­ren Zuschus­ses abrufen.

Mit Hil­fe der ers­ten Kom­pen­sa­ti­ons­mit­tel konn­ten im Lau­fe des Früh­jah­res 2022 vier voll­elek­tri­sche Nutz­fahr­zeu­ge, unter ande­rem für die städ­ti­schen Bau­hö­fe, ange­schafft wer­den. Hin­sicht­lich der Wirt­schaft­lich­keit die­ser Maß­nah­me plan­ten Eva Strehl (Kli­ma­schutz­ma­na­ge­rin) und Clau­dia Tonic-Cober (Mobi­li­täts­ma­na­ge­rin) ein, einen Teil der in 2023 zur Ver­fü­gung ste­hen­den Kom­pen­sa­ti­ons­mit­tel für die Anschaf­fung und die Instal­la­ti­on von Lade­punk­ten die Bau­hö­fe zu nutzen.

Neben zwei wei­te­ren Rad­ser­vice­sta­tio­nen für das Stadt­ge­biet, wur­de von den Rest­mit­teln die Umrüs­tung von Stra­ßen­be­leuch­tung auf LED-Tech­nik realisiert.

Durch die­se Maß­nah­me ist es mög­lich, Stra­ßen­raum ener­gie- und kos­ten­spa­rend zu beleuch­ten und Angst­räu­me zu ver­mei­den. Stra­ßen­raum, der wohl­mög­lich auf­grund von Ener­gie­spar­maß­nah­men zukünf­tig pha­sen­wei­se hät­te nicht beleuch­tet wer­den kön­nen, bleibt somit unein­ge­schränkt nutz­bar. Dar­über hin­aus hat die Maß­nah­me einen posi­ti­ven Effekt auf den Haus­halt 2023, da Ener­gie­kos­ten gesenkt wer­den können.

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Die umwelt­schäd­lichs­te Regie­rung die wir je hatten

Jülich [ENA]

Mit einem Schlag wur­de Deutsch­land am 15.04.2023 mit der Abschal­tung der letz­ten drei Atom­kraft­wer­ke zum Impor­teur von Atom­strom aus Frank­reich und Koh­lestrom spe­zi­ell aus Polen. Aber auch noch von wei­te­ren angren­zen­den EU-Län­dern. Der Kli­ma­schutz lässt grüßen.

In Deutsch­land muss­te die­se “Hoch­ri­si­ko­tech­no­lo­gie” natür­lich drin­gendst im eige­nen Inter­es­se zum Schutz der Bevöl­ke­rung abge­schal­tet wer­den. Es hät­te ja jeder­zeit einen Tsu­na­mi, oder einen Rake­ten­ein­schlag geben kön­nen. Ganz zu schwei­gen von der Erd­be­ben­ge­fahr. Von fran­zö­si­schen Atom­kraft­wer­ken unmit­tel­bar an der deut­schen Gren­ze geht natür­lich kei­ne Gefahr aus. Oder ukrai­ni­sche Atomkraftwerke?

Laut Wirt­schafts- und Kli­ma­mi­nis­ter Robert Habeck ist der Betrieb ukrai­ni­scher Atom­kraft­wer­ke natür­lich sicher. AHA, die Ukrai­ne befin­det sich ja anschei­nend nicht in einem Krieg mit Russ­land, und der ukrai­ni­sche Luft­raum ist sicher vor Angrif­fen? Hat unser Wirt­schafts- und Kli­ma­mi­nis­ter da viel­leicht etwas über­se­hen? So blind kann man eigent­lich gar nicht sein. Aber die grü­ne Ideo­lo­gie basier­te Poli­tik scheint ehr einem ande­ren Weg zu fol­gen, der da heißt, “wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.

Der grü­nen Ideo­lo­gie zur Fol­ge ist Deutsch­land ja kli­ma­neu­tral, wenn deut­scher Strom nur noch aus Wind und Son­ne erzeugt wird. Wo der Strom her kommt blen­det man dann fein säu­ber­lich aus. Atom­strom aus Frank­reich, Koh­lestrom aus Polen, wel­ches sei­ne eige­ne Kli­ma­bi­lanz zum Vor­teil Deutsch­lands natür­lich mas­sivst ver­schlech­tert. Das bei­gefüg­te Bild zeigt die Kom­po­nen­ten des deut­schen Strom­mix es vom 05.05.2023, Haupt­be­stand­tei­le sind Koh­le und Gas, Wind und Solar ist nur eine ver­nach­läs­sig­ba­re Rand­er­schei­nung, aber Gas und Koh­le ste­hen auf der nächs­ten Agen­da der Ampel, um vom Netz genom­men zu werden.

Die Ampel sieht ja im Aus­bau der Wind- und Solar­ener­gie den gro­ßen Heils­brin­ger, um E‑Autos laden zu kön­nen, Mil­lio­nen Wär­me­pum­pen in Betrieb neh­men zu kön­nen, sowie einen Indus­trie­stand­ort am lau­fen zu hal­ten. Die Indus­trie scheint die­ser Mär­chen­stun­de aller­dings nicht mehr viel Glau­ben zu schen­ken, denn die­se wan­dert mitt­ler­wei­le lie­ber aus Deutsch­land ab, unter ande­rem in die USA. Sich auf Nach­bar­län­der ver­las­sen zu kön­nen steht auch auf wacke­li­gen Füs­sen, so titel­te heu­te “Black­out News” – “In Nor­we­gen steigt der Wider­stand gegen Strom­ex­por­te nach Deutschland”.

Lan­ge Zeit galt Deutsch­land als Export­welt­meis­ter, bei Strom sind wir mitt­ler­wei­le Import­welt­meis­ter. Da kann man nur noch sagen, der letz­te macht das Licht aus, falls es über­haupt noch brennt.

Jülich – Mut und Poten­ti­al gezeigt bei Klimaschutz

Gewin­ner­grup­pen erhal­ten Preis­gel­der über ins­ge­samt 2.500 Euro

Jülich. Der Kli­ma­schutz­preis der West­ener­gie wür­digt jedes Jahr Initia­ti­ven, die in beson­de­rem Maße Ener­gie effi­zi­ent ein­set­zen oder die Umwelt­be­din­gun­gen in den Kom­mu­nen erhal­ten oder verbessern.

Strom spa­ren, Luft und Was­ser ver­bes­sern, Lebens­räu­me erhal­ten: Kli­ma­schutz erstreckt sich auf vie­le Gebie­te. Ent­spre­chend viel­fäl­tig waren die Ideen. Aus den ein­ge­gan­ge­nen Bewer­bun­gen hat die Stadt Jülich jetzt vier Preis­trä­ger für den „Kli­ma­schutz­preis 2022“ aus­ge­wählt. Die Urkun­den und das sym­bo­li­sche Preis­geld von ins­ge­samt 2.500 Euro wur­den von Richard Schu­ma­cher, Bei­geord­ne­ter der Stadt und Sarah Thie­ßen, Kom­mu­nal­be­treue­rin der West­ener­gie, übergeben.

Über die Aus­zeich­nung mit dem 1. Platz und 1.250 Euro Preis­geld freu­ten sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Sekun­dar­schu­le Jülich. Das Kli­ma­team initi­iert und ver­ste­tigt Kli­ma­schutz­ak­tio­nen und bie­tet inter­ne Fort­bil­dun­gen zum The­ma „Ener­gie­ef­fi­zi­en­tes Schul­ge­bäu­de“ für Lehr­kräf­te sowie Schü­le­rin­nen und Schü­ler an. Das Team befreit das Ell­bach­ufer regel­mä­ßig von Abfäl­len und Unrat. Es orga­ni­siert Brot­do­sen-Wett­be­wer­be und bil­det Kli­ma­de­tek­ti­ve aus. Zudem betei­ligt es sich aktiv an ver­schie­de­nen Auf­ru­fen der Stadt­ver­wal­tung zu den The­men „Grün statt Grau“ sowie Fai­rer Han­del und Nachhaltigkeit.

Mit dem 2. Platz und einem Preis­geld in Höhe von 750 Euro wur­de das Mäd­chen Gym­na­si­um Jülich aus­ge­zeich­net. Das Pro­jekt befass­te sich mit dem Upcy­cling von alten Bän­ken und Turn­mat­ten. Die Schü­le­rin­nen haben im Rah­men der Pro­jekt­wo­che vor den Som­mer­fe­ri­en zwei alte Bän­ke abge­schlif­fen, grun­diert, bemalt und lackiert. Die­se wer­den nun als Sitz­bän­ke im Schul­ge­bäu­de vor der Cafe­te­ria genutzt. Dar­über hin­aus wur­den in der Upcy­cling AG der Klas­sen 6–8 alte Bezü­ge von aus­ge­mus­ter­ten Turn­mat­ten zu Mäpp­chen, Taschen und Ruck­sä­cken verarbeitet.

Der 3. Platz und 500 Euro Preis­geld ging an die Schirm­er­schu­le Jülich mit ihrem Pro­jekt „Zwei­tes Leben von Ple­xi­glas-Acryl-Res­ten“. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ver­ar­bei­te­ten gewerb­lich ange­fal­le­ne Ple­xi­glas-Acryl-Res­te. Die­se Form des Recy­clings ist bereits seit 2014 fest im Cur­ri­cu­lum des Arbeits­leh­re-Tech­nik-Unter­richts der Mit­tel- und Ober­stu­fe ver­an­kert. Ermög­licht wird dies durch eine in Jülich ansäs­si­ge Fir­ma, die ihre Pro­duk­ti­ons­res­te zur Ver­fü­gung stellt.

Den 4. Platz hat die Initia­ti­ve „Par­ents for Future“ belegt. Es wur­de ein Mit­mach­ka­len­der für das Jahr 2022 erstellt. Neben einer gedruck­ten Ver­si­on wur­de die­ser als Onlin­ever­si­on für alle Inter­es­sier­ten auf der Home­page ver­öf­fent­lich. Jeder Monat the­ma­ti­siert einen Bereich des Kli­ma­schut­zes mit Infor­ma­tio­nen und Anre­gun­gen zum Mit­ma­chen. Dar­über hin­aus luden die Par­ents for Future regel­mä­ßig zu Mit­mach­ak­tio­nen im Stadt­ge­biet ein. Der 4. Platz wur­de mit einem Sach­preis honoriert.

Richard Schu­ma­cher dank­te als Dezer­nent und Ver­tre­ter des Bür­ger­meis­ters den Preis­trä­ger-Grup­pen für ihr Enga­ge­ment: „Kli­ma­schutz ist ein wich­ti­ges The­ma für die Stadt und fin­det sich in vie­len Pro­jek­ten wie­der. Doch kom­mu­na­les Enga­ge­ment allein reicht nicht aus. Vor allem Kin­der und Jugend­li­che zei­gen Mut und Poten­zi­al, indem sie neue Wege gehen und sich für eine lebens­wer­te Welt ein­set­zen und das The­ma Kli­ma­schutz aktiv vor­an­brin­gen. Denn nur gemein­sam kön­nen wir einen Bei­trag zum Kli­ma- und Umwelt­schutz leisten.

West­ener­gie-Kom­mu­nal­be­treue­rin Sarah Thie­ßen stell­te fest: „Mit dem Kli­ma­schutz­preis kön­nen wir das loka­le Enga­ge­ment von Bür­gern und Ver­ei­nen unter­stüt­zen und ande­re inspi­rie­ren, sich eben­falls für den Umwelt­schutz zu enga­gie­ren. Wir freu­en uns jedes Jahr über die tol­len Ideen und Pro­jek­te, die vor Ort umge­setzt werden.“

Seit 1995 macht der West­ener­gie-Kli­ma­schutz­preis regel­mä­ßig zahl­rei­che gute Ideen und vor­bild­li­che Aktio­nen aus dem loka­len und regio­na­len Umfeld für die Öffent­lich­keit sicht­bar. Er regt damit auch zum Nach­ah­men an und macht Mut, selbst aktiv zu wer­den. Ins­ge­samt wur­den bereits mehr als 7.000 Pro­jek­te mit dem Kli­ma­schutz­preis ausgezeichnet.

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