Essen — Silvesternacht 22/23 fordert alle Einsatzkräfte

Essen-Stadtgebiet, 01.01.2023, 08:00 Uhr (ots)

Silvesternacht 2022/2023 fordert alle Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr sowie der Hilfsorganisationen — zahlreiche Brände und Verletzte durch Feuerwerkskörper

Der Jahreswech­sel lief im ersten Jahr ohne Coro­na-Ein­schränkun­gen wie erwartet unruhig. Bere­its kurz nach Mit­ter­nacht waren alle Kräfte der Berufs- und Frei­willi­gen Feuer­wehr im Essen­er Stadt­ge­bi­et im Ein­satz. Ins­ge­samt musste die Feuer­wehr Essen, im Zeitraum vom 31.12.2022 18:00 Uhr bis 01.01.2023 08:00 Uhr, zu 391 Ein­sätzen ausrücken.

Ein sig­nifikantes Plus von 202 Ein­sätzen im Ver­gle­ich zum Vor­jahr im sel­ben Zeitraum. Dabei han­delte es sich um 181 Brand- oder tech­nis­che Hil­feleis­tung­sein­sätze sowie 210 Ret­tungs­di­en­stein­sätze. Bei 34 Ein­sätzen musste zusät­zlich ein Notarzt­wa­gen mit alarmiert wer­den. 166-mal lautete die Alarmierung Brand 0, hierunter fall­en Mülleimer, Papierkörbe, Buschwerk/Vegetationsbrände oder Altpapiercontainer.

Bere­its vor dem Jahreswech­sel wur­den die Ein­satzkräfte gegen 22:29 Uhr zu einem Balkon­brand in Essen Über­ruhr-Hin­sel alarmiert. Auf der Straße Gewal­ter­berg waren Gegen­stände auf einem Balkon, durch einen Feuer­w­erk­skör­p­er in Brand ger­at­en. Beim Ein­tr­e­f­fen der Feuer­wehr war die Scheibe zur Woh­nung bere­its geborsten und Bran­drauch in diese und den Trep­pen­raum eingedrungen.

Alle Bewohn­er kon­nten das Gebäude unver­let­zt ver­lassen. 14 Per­so­n­en wur­den durch einen Notarzt vor Ort unter­sucht, ein Trans­port in eine Klinik war nicht notwendig. Weniger glimpflich hinge­gen ver­lief ein Ein­satz auf der Straße Kiepenkääl­sweg in Essen-Kater­n­berg. Hier wurde ein achtjähriges Mäd­chen sowie der 40-jährige Vater durch Feuer­w­erk­skör­p­er schw­er ver­let­zt. Bei­de wur­den vor Ort durch Not­fall­san­itäter, Notärzte sowie dem Lei­t­en­den Notarzt ver­sorgt und in Kranken­häuser trans­portiert. Bei dem Vater beste­ht Lebensgefahr.

Gegen 01:05 Uhr wurde ein Balkon­brand auf der Sälz­er­straße im Stadt­teil Essen- Altendorf gemeldet. Auch hier waren die Scheiben geborsten und der Brand auf die Woh­nung überge­gan­gen. Weit­er dro­ht­en die Flam­men auf das Dach überzu­greifen. Durch einen mas­siv­en Löschangriff kon­nte hier eine weit­ere Ban­daus­bre­itung ver­hin­dert wer­den. Ver­let­zt wurde bei dem Ein­satz niemand.

Während der Sil­vester­nacht kam es immer wieder dazu, dass Ein­satzkräfte mit Feuer­w­erk­skör­pern bewor­fen wur­den. An eini­gen Ein­satzstellen war eine Brand­bekämp­fung nur mit mas­siv­er Unter­stützung der Polizei möglich. Im Stadt­teil Essen-Freisen­bruch wur­den drei Ein­satzkräfte der Frei­willi­gen Feuer­wehr Essen-Kray durch Böller leicht ver­let­zt. Die Ein­satzkräfte von Feuer­wehr sowie der Hil­f­sor­gan­i­sa­tio­nen (ASB, DRK, JUH und MHD) waren bis weit in den frühen Mor­gen im gesamten Stadt­ge­bi­et im Einsatz.(CR)

Ratingen: Belastung im Rettungsdienst sehr hoch

Feuerwehr Ratingen (ots)

Die aktuelle Belas­tung des Gesund­heitswe­sens wird auch im Ret­tungs­di­enst der Städte Ratin­gen und Heili­gen­haus an den Ein­satz­zahlen deut­lich. Während es an einem nor­malen Tag zu durch­schnit­tlich 56 Ein­sätzen in Ratin­gen und Heili­gen­haus kommt, stiegen die Ein­satz­zahlen im Dezem­ber um 11 %. Am 20.12.2022 wurde mit über hun­dert Ein­sätzen in 24 h (im Brand­schutz und Ret­tungs­di­enst) eine neue Höch­stzahl registriert.

Ratingen: Belastung im Rettungsdienst sehr hoch
Ratin­gen: Belas­tung im Ret­tungs­di­enst sehr hoch

Die Kreisleit­stelle Mettmann entsendet von den fünf Ret­tungswachen in Ratin­gen und Heili­gen­haus zehn Ret­tungswa­gen bzw. Mehrzweck­fahrzeuge und bei Bedarf zusät­zlich das Notarzt-Ein­satz­fahrzeug. Im Ret­tungs­di­enst der Stadt Ratin­gen und Heili­gen­haus beset­zen neben der Feuer­wehr Ratin­gen die durch die Stadt Ratin­gen beauf­tragten Hil­f­sor­gan­i­sa­tio­nen Deutschen Roten Kreuz Ortsvere­in Ratin­gen e.V., Johan­niter-Unfall-Hil­fe e.V. Region­alver­band Ber­gis­ches Land und der Mal­teser Hil­fs­di­enst e.V. Diöze­sangeschäftsstelle Köln die Einsatzfahrzeuge.

Kommt es zu einem Not­fall und alle Ret­tungsmit­tel sind bere­its im Ein­satz, wer­den neben Ret­tungs­di­en­st­fahrzeu­gen benach­barter Städte Fahrzeuge der Feuer­wehr zur Erstver­sorgung von Ver­let­zten entsendet. Auch hier befind­et sich eine Not­fall­san­itä­terin oder ‑san­itäter auf dem Fahrzeug und Equip­ment ist vorhan­den, so dass die Erstver­sorgung von Ver­let­zten begonnen wer­den kann, bis ein Ret­tungswa­gen eintrifft.

Besatzung des Mehrzweckfahrzeugs
Besatzung des Mehrzweckfahrzeugs

Für Belas­tun­gen des Per­son­als der Feuer­wehr sorgt auch, dass bei den beauf­tragten Organ­i­sa­tio­nen immer wieder kurzfristig Per­son­al fehlt, um die Ret­tungswa­gen zu beset­zen. Dann sind die Beamtin­nen und Beamten der Feuer­wehr gefordert, sie beset­zen entwed­er eine einzelne Funk­tion auf dem Ret­tungswa­gen nach oder sie beset­zten not­falls mit einem Ret­tungswa­gen der Haupt­feuer- und Ret­tungswache die ver­wais­ten Rettungswachen.

Wie bere­its in der Rheinis­chen Post vom 23.12.2022 berichtet, kon­nten vor Wei­h­nacht­en die Kranken­häuser im Kreis Mettmann das Patien­ten-aufkom­men kaum noch bewälti­gen. Dies kann dazu führen, dass die Patien­ten vom Ret­tungs­di­enst erst nach ein­er Wartezeit in der Notauf­nahme übergeben wer­den kön­nen oder der Ret­tungswa­gen den Patien­ten zu einem weit­er ent­fer­n­ten Kranken­haus trans­portieren muss. Im Ergeb­nis dauern die Ein­sätze länger und die Ret­tungswa­gen ste­hen nicht für andere Not­fälle zur Verfügung.

Velbert — Hoher Sachschaden durch Großbrand

Velbert (ots)

Am 26.12.2022 gegen 0:10 Uhr wur­den die haup­tamtliche Wache sowie die ehre­namtlichen Löschzüge 1 und 2 der Feuer­wehr Vel­bert mit dem Stich­wort “Gewerbe groß” zum Hix­holz­er Weg alarmiert.

Mehrere Anrufer hat­ten bei der Polizei einen hellen Feuer­schein gemeldet.

Auf der Anfahrt führte dieser Feuer­schein die Ein­satzkräfte unmit­tel­bar zum Bran­dort. Auf einem Pri­vat­gelände standen bere­its sechs Busse im Voll­brand. Um die Aus­bre­itung auf weit­ere Fahrzeuge zu ver­hin­dern, wurde sofort mit zwei Stahlrohren eine bei­d­seit­ige Riegel­stel­lung aufgebaut.

Nach­dem durch die nachrück­enden Löschzüge aus Vel­bert Mitte zunächst über rund 400 m eine Wasserver­sorgung vom Hix­holz­er Weg aufge­baut wurde, kon­nten zwei weit­ere Strahlrohre unter Atem­schutz zum Ein­satz gebracht werden.

Unter­dessen wurde durch den Löschzug Tönishei­de der Grund­schutz für Vel­bert Mitte an der Kopernikusstraße sichergestellt.

Im weit­eren Ver­lauf wurde fest­gestellt, dass durch die fast voll­ständig zer­stört Busse Dieselkraft­stoff aus­ge­treten waren. Die Kanalein­läufe wur­den abgedichtet und mit Bindemit­tel eingede­icht. Durch das Umweltamt wurde ein Saug­wa­gen zur Auf­nahme des kon­t­a­minierten Löschwassers bestellt.

Eine durch den Brand in Mitlei­den­schaft gezo­gene Strom­leitung wurde durch die Stadtwerke Vel­bert kontrolliert.

Der Brand war nach cir­ca 30 Minuten unter Kon­trolle. Die Nach­löschar­beit­en dauerten allerd­ings noch bis 3:30 Uhr.

Ins­ge­samt betrof­fen waren 8 Busse, ein PKW sowie ein LKW. Die Höhe des Schadens bez­if­fert die Polizei auf cir­ca 1,3 Mil­lio­nen EUR.

Nach­dem die Ein­satzahrzeuge gegen 4:30 Uhr wieder aufgerüstet und ein­satzbere­it waren hof­fen alle Ein­satzkräfte auf einen ruhi­gen zweit­en Weihnachtstag.

Im #Ein­satzfürVel­bert waren die Haup­tamtliche Wache, die ehre­namtlichen Löschzüge aus Vel­bert Mitte und Tönishei­de, der Ret­tungs­di­enst der Stadt Vel­bert, die Stadtwerke und die tech­nis­chen Betriebe Vel­bert sowie das Umweltamt und die Polizei des Kreis­es Mettmann mit ins­ge­samt 60 Einsatzkräften.

München — Dichter Rauch in den Straßen

Sieben Leichtverletzte (Messestadt-Riem) bei Kellerbrand

München (ots)

Dien­stag, 29. Novem­ber 2022, 05.53 Uhr

Helsinkistraße

Ein Keller­brand am Dien­stag­mor­gen hat die Ein­satzkräfte der Feuer­wehr und des Ret­tungs­di­en­stes für einige Stun­den beschäftigt. Glück­licher­weise gab es keine Ver­let­zten zu beklagen.

Mehrere Bewohner­in­nen und Bewohn­er bemerk­ten in den frühen Mor­gen­stun­den, dass stark­er Rauch aus dem Keller drang. Sofort informierten sie die Inte­gri­erte Leit­stelle mit einem Notruf.

Schon von Ferne sahen die Ein­satzkräfte den dicht­en Rauch, der sich über die gesamte Straße verteilte. Bei dem Gebäude han­delte es sich um ein Mehrfam­i­lien­haus mit vie­len Per­so­n­en. Daraufhin wurde die Zahl der Ein­satzkräfte bere­its während der Anfahrt erhöht.

Mehrere Trup­ps begaben sich aus­gerüstet mit Press­luftat­mern und C‑Strahlrohr umge­hend in den Keller­bere­ich, um zu Löschen. Wegen des starken Rauchs und des unwegsamen Kellers dauerte es, bis sie den Brand­herd fanden.

Während­dessen kon­trol­lierten weit­ere Trup­ps das kom­plette Gebäude und starteten mehrere Hochleis­tungslüfter für die Entrauchung.

Doch selb­st nach mehr als ein­er Stunde flammten immer noch Glutnester auf. Die Ein­satzkräfte mussten einen Großteil des Inven­tars des Kellers auseinan­derziehen, größere Gegen­stände ins Freie schlep­pen und zu guter Let­zt einen Schaumtep­pich über dem Brandgut verteilen, bis das Feuer endgültig erloschen war.

Sieben anfänglich ver­let­zte Per­so­n­en wur­den ambu­lant durch anwe­sendes Ret­tungs­di­en­st­per­son­al ver­sorgt und kon­nten unver­let­zt vor Ort verbleiben.

Da das Gebäude durch den Brand strom­los war, wur­den der Haus­meis­ter und ein Elek­trik­er mit der Reparatur beauftragt.

Von­seit­en der Feuer­wehr kann die Höhe des Sach­schadens nicht bez­if­fert wer­den. Die Polizei hat die Ermit­tlun­gen zur Bran­dur­sache aufgenommen

Einge­set­zte Kräfte: Berufs­feuer­wehr und Frei­willige Feuerwehr

Ratingen: Verkehrsunfall zwischen Zug und PKW

Ratingen (ots)

Am späten Nach­mit­tag des 24.11.2022, gegen 17:14, ereignete sich ein schw­er­er Verkehrsun­fall am Bah­nüber­gang Auer­müh­le, zwis­chen einem Zug und einem PKW. Aus ungek­lärter Ursache wurde der PKW, welch­er nur mit einem Insassen beset­zt war, von dem fahren­den Zug erfasst und mit geschliffen.

FW Ratingen: 24.11.2022 gegen 17:14 Uhr Verkehrsunfall zwischen einem Zug und einem PKW
FW Ratin­gen: 24.11.2022 gegen 17:14 Uhr Verkehrsun­fall zwis­chen einem Zug und einem PKW

Nach ca. 50 Metern kam der Zug zum ste­hen. Zuerst ging man davon aus, dass die Per­son im PKW eingek­lemmt sei. Dies war zum Glück nicht der Fall. Pas­san­ten, die den Vor­fall gese­hen hat­ten, kon­nten die Per­son aus dem Fahrzeug befreien.

Es erfol­gte die sofor­tige Über­gabe an den Ret­tungs­di­enst, der die Per­son nach ein­er Behand­lung schw­er ver­let­zt in eine Klinik trans­portierte. Die Lok­führer des Zuges erlit­ten einen leicht­en Schock, mussten aber nicht ret­tungs­di­en­stlich ver­sorgt werden.

Ratingen: Verkehrsunfall zwischen Zug und PKW
Ratin­gen: Verkehrsun­fall zwis­chen Zug und PKW

Die Feuer­wehr klemmte die Bat­terie des Fahrzeugs ab, und leuchtete die Ein­satzstelle aus, welche dann dem Not­fall­man­ag­er der Bahn übergeben wurde.

An dem Ein­satz beteiligt waren die Berufs­feuer­wehr, der Rüst­wa­gen, der Löschzug Ratin­gen Mitte, sowie der Ret­tungs­di­enst der Städte Ratin­gen und Heiligenhaus.

Bocholt — Brand in einem Textilunternehmen

Feuerwehr Bocholt (ots)

Die Feuer­wehr Bocholt wurde mit dem Stich­wort “Feuer, Flam­men aus dem Dach” heute um 07:00 Uhr zum Mus­sumer Kirch­weg in Bocholt alarmiert.

Bere­its auf der Anfahrt waren eine starke Rauchen­twick­lung und ein Brandgeruch wahrnehm­bar. Beim Ein­tr­e­f­fen der Feuer­wehr Bocholt war aber bere­its kein Feuer­schein mehr zu sehen.

Die ver­baute Löschan­lage und der schnelle Ein­satz von Pul­ver­lösch­ern durch die Mitar­beit­er der Fir­ma haben schlim­meres ver­hin­dert. Das Brandgut wurde durch die Demon­tage der Lüf­tungsan­lage mit zwei Trup­ps und dem Per­son­al der Fir­ma aus der Lüf­tungsan­lage ent­fer­nt und außer­halb des Gebäudes abgelöscht.

An der Ein­satzstelle war die Feuer­wehr Bocholt und der Ret­tungs­di­enst mit ca. 10 Ein­satzkräften für ca. 2,5 Stun­den im Einsatz.

Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Rösrath

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause konnte am 15.10.2022 endlich wieder der Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Rösrath durchgeführt werden.

Der Ter­min ist ein beson­deres High­light im Kalen­der der Jugendlichen, da 24 Stun­den der Wachall­t­ag ein­er Berufs­feuer­wehr nachemp­fun­den wird.

Pünk­tlich um 12:00 Uhr rief Bas­t­ian Elt­ner, Leit­er der Feuer­wehr Rös­rath, zum Dien­stantritt. Die Wach­mannschaft, beste­hend aus 16 Jugendlichen und 10 Betreuern, trat vor dem Feuer­wehrhaus Rös­rath an und als erstes wurde die Fahrzeugein­teilung vorgenommen.

Rös­rath (ots)

Im Anschluss wurde die Übungsleit­stelle in Betrieb genom­men und die Fahrzeuge auf Voll­ständigkeit und Funk­tion kon­trol­liert. Beglei­t­end dazu gab es den ersten Wachunter­richt Fahrzeugkunde. In den fol­gen­den 24 Stun­den arbeit­eten die Jugendlichen ins­ge­samt zehn Ein­sätze ab. Neben Tier­ret­tung und tech­nis­ch­er Hil­fe bei einem Verkehrsun­fall, war auch ein reales Feuer zu löschen.

Unter­stützung beka­men die jun­gen Kamerad:innen aus der Ein­satz­abteilung, die lage­ab­hängig mit Son­der­fahrzeu­gen bei ver­schiede­nen Ein­sätzen unter­stützten. Zum zweit­en Mal dabei war auch ein Ret­tungswa­gen des Rheinisch-Ber­gis­chen Kreis, um die Ein­sätze noch real­is­tis­ch­er zu gestal­ten und den Jugendlichen auch die Ver­sorgung eines Patien­ten näherzubringen.

Aus­ge­pow­ert und müde kon­nte am 16.10.2022 pünk­tlich um 12:00 Uhr der Feier­abend ein­geläutet wer­den. Trotz der Stra­pazen war es für alle Beteiligten ein run­dum gelun­gener Berufs­feuer­wehrtag und schon jet­zt fiebern die Nach­wuch­skräfte dem näch­sten entgegen.

Feuerwehr Bocholt: Brand mit Menschenrettung

Feuerwehr Bocholt (ots)

Kurz nach 20 Uhr am Sam­stagabend, des 26.02.2022, gin­gen auf der Ein­satzzen­trale der Feuer­wehr Bocholt zahlre­iche Notrufe ein. Die Anrufer melde­ten, dass aus einem Wohn­haus Flam­men aus dem Erdgeschoss schla­gen und das sich ver­mut­lich noch mehrere Per­so­n­en im Gebäude befinden.

Daraufhin wurde neben der haup­tamtlichen Wache auch die Frei­willige Feuer­wehr alarmiert. Auf­grund zahlre­ich­er Anrufe und der Lage auf Sicht wurde die Alarmierung der Feuer­wehr zusät­zlich auch über die Sirene durchge­führt. Bei Ein­tr­e­f­fen der ersten Ein­satzkräfte schlu­gen Flam­men aus der Erdgeschoss­woh­nung bis unter den Dachstuhl. Auf Grund der unklaren Lage ob sich sich Per­so­n­en im Gebäude befan­den wur­den sofort zwei Trup­ps unter Atem­schutz zur Men­schen­ret­tung ins Gebäude geschickt.

Auf der Rück­seite des Gebäudes wur­den zwei Per­so­n­en über eine Leit­er aus der ver­raucht­en Woh­nung im ersten Obergeschoss gerettet. Im Bere­ich ein­er in der Nähe befind­lichen Tankstelle wurde eine Patien­ten­ablage durch den Ret­tungs­di­enst errichtet. Hier wur­den alle Bewohn­er, die zum Teil bere­its vor Ein­tr­e­f­fen der Feuer­wehr das Haus ver­lassen hat­ten unter­sucht. Ins­ge­samt wur­den 8 Per­so­n­en, darunter 6 Kinder vor­sor­glich ins Kranken­haus transportiert.

Das Feuer kon­nte schnell unter Kon­trolle gebracht wer­den. Die bei­den angren­zen­den Wohn­häuser wur­den zeitweise durch die Feuer­wehr geräumt und im Ein­satzver­lauf auf eine eventuelle Bran­daus­bre­itung kontrolliert.

Abschließend wurde das gesamte Haus entraucht und der Krim­i­nalpolizei übergeben. Ins­ge­samt war die Feuer­wehr Bocholt sowie der Ret­tungs­di­enst mit ca. 60 Ein­satzkräften vor Ort.

Während des Ein­satzes am Bur­loer Weg kam es zu einem Par­al­lelein­satz im Ort­steil Sud­er­wick. Hier hat­te eine Brand­meldean­lage eines Betreu­ung­sob­jek­tes für Senioren aus­gelöst. Dabei han­delte es sich glück­licher­weise um einen Fehlalarm. Dieser Ein­satz wurde durch die Kräfte des Löschzuges Sud­er­wick abgear­beit­et. Hier waren ca. 20 Ein­satzkräfte vor Ort.

Nach Großbrand — Forderung nach besseren Brandsicherheitsvorschriften

Dortmund (ots)

Nach dem Großfeuer in Essen, bei dem am Mon­tag ein Wohnge­bäude zer­stört wurde, hat die Vere­ini­gung zur Förderung des Deutschen Brand­schutzes (vfdb) erneut höhere Sicher­heitsvorschriften für Fas­saden­sys­teme an Bauw­erken gefordert.

Das europäis­che Sys­tem zur Prü­fung von Fas­saden solle zur Erhal­tung des Sicher­heit­sniveaus in seinen Vorschriften drin­gend auch den Brand von außen, den soge­nan­nten Sock­el­brand, berück­sichti­gen, da diese Brände regelmäßig vorkom­men und eine beson­dere Her­aus­forderung für Fas­saden­sys­teme darstellen, so das Net­zw­erk für Schutz, Ret­tung und Sicherheit.

Bere­its vor eini­gen Jahren hat­ten die vfdb, die Arbeits­ge­mein­schaft der Leit­er der Berufs­feuer­wehren und der Deutsche Feuer­wehrver­band in einem Posi­tion­spa­pi­er Empfehlun­gen zur Brand­sicher­heit von Wärmedäm­mver­bundsys­te­men an Fas­saden mit Poly­sty­rolschaum als Dämm­stoff gegeben.

“Brände, die vor Gebäu­den entste­hen, bere­it­en den Feuer­wehren nor­maler­weise keine Prob­leme. Das gilt allerd­ings nicht, wenn die Fas­saden mit Wärmedäm­mver­bundsys­te­men (WDVS) gedämmt sind, die nicht den heuti­gen Erken­nt­nis­sen der Brand­sicher­heit entsprechen”, sagte vfdb-Präsi­dent Dirk Aschen­bren­ner. Dann näm­lich beste­he ein hohes Risiko, dass ein Feuer extrem schnell auf die gesamte Fas­sade über­greifen könne. “Nicht brennbare Riegel, die in die Däm­mung einge­baut sind, kön­nen eine Aus­bre­itung über mehrere Eta­gen ver­hin­dern”, so Aschenbrenner.

Deutsche Feuer­wehren hat­ten sein­erzeit über fünf Jahre Infor­ma­tio­nen zu ins­ge­samt 90 Brand­fällen gesam­melt, an denen Wärmedäm­mver­bundsys­teme mit Poly­sty­rol beteiligt waren. Poly­sty­rol gehört zu den am meis­ten ver­wen­de­ten Fas­sadendämm­stof­fen. Um welchen Dämm­stoff es sich auch bei dem Brand in Essen han­delte, ist noch nicht bekan­nt. “Da Fas­saden­sys­teme für Jahrzehnte am Bauw­erk verbleiben, hal­ten wir Robus­theit in den Brand­schutz­maß­nah­men im Hin­blick auf Ein­flüsse von außen wie Wet­ter und Beschädi­gun­gen für sin­nvoll”, hat­ten die Brand­schützer damals erk­lärt und betont: “Alle bish­eri­gen Unter­suchun­gen bestäti­gen einen entschei­den­den Gewinn von Bran­driegeln in jedem Stock­w­erk.” In Öster­re­ich und Frankre­ich sind geschoss­weise Bran­driegel bere­its vorgeschrieben.

München — Rauchwolke über dem Euro-Industriepark

München (ots)

Fre­itag, 18. Feb­ru­ar 2022, 10.55 Uhr, Lindberghstraße

Mehr als 100 Ein­satzkräfte der Berufs­feuer­wehr bekämpfen zusam­men mit Kräften der Frei­willi­gen Feuer­wehr und dem THW in einem Großein­satz seit dem späten Vor­mit­tag einen aus­gedehn­ten Brand in ein­er Lager­halle im Euro-Indus­triepark. Kurz vor elf Uhr melde­ten mehrere Anruferin­nen und Anrufer einen Brand in ein­er etwa 600 Quadrat­meter großen Lager­halle in der Lind­bergh­straße. Rauch­schwaden wür­den sich in Rich­tung Sude­tendeutsche Straße aus­bre­it­en. Die Rauch­wolke im Nor­den war selb­st vom Odeon­splatz aus sicht­bar. Als die ersten Ein­satzkräfte ein­trafen, stand bere­its die gesamte Lager­halle in Flam­men. Da das Feuer in der gesamten Halle wütete, alarmierten sie sofort weit­ere Ein­satzkräfte nach. Während­dessen löscht­en die Trup­ps von außen und oben mit Schaum, da sie die Halle wegen der Ein­sturzge­fahr nicht betreten kon­nten. Das benach­barte Gebäude wurde abgeriegelt, um ein Über­greifen des Feuers zu ver­hin­dern. Gegen 12 Uhr war der Brand unter Kontrolle.

München - Rauchwolke über dem Euro-Industriepark
München — Rauch­wolke über dem Euro-Industriepark

Die Feuer­wehr emp­fahl zeitweise, in der Umge­bung Fen­ster und Türen geschlossen zu hal­ten. Men­schen waren nicht in Gefahr. Der nahe Wert­stoffhof Schwabing-Freimann wurde zeitweise wegen des Feuers geschlossen.

Auf­grund der kom­plizierten Löschmaß­nah­men wer­den sich die Arbeit­en noch mehrere Stun­den / bis in die Nacht hinziehen. Zur Bran­dur­sache und Schaden­shöhe kann derzeit keine Aus­sage getrof­fen wer­den. Die Polizei hat die Ermit­tlun­gen aufgenommen.

Einge­set­zte Kräfte: Berufs­feuer­wehr und Frei­willige Feuerwehr

error: Der Inhalt ist geschützt !!