FÜNF FREUN­DE UND DAS TAL DER DI­NO­SAU­RI­ER

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FÜNF FREUNDE UND DAS TAL DER DINOSAURIER
FÜNF FREUNDE UND DAS TAL DER DINOSAURIER
[Gesamt:12 Durch­schnitt : 4.9/5]

AUF IN EIN NEU­ES ABEN­TEU­ER MIT DEN BES­TEN FREUN­DEN DER WELT !

Der Ti­tel­song des Films drückt es per­fekt aus : „Wir sind Fünf Freun­de, wir sind ge­nau wie ihr“. Ge­or­ge, Ju­li­an, Dick und An­ne (und na­tür­lich Tim­my, der Hund!) sind seit vie­len Jahr­zehn­ten so kon­stant po­pu­lär ge­blie­ben wie kaum an­de­re Ju­gend­buch-Hel­den, und das hat ei­nen Grund :

Kin­der kön­nen sich mit ih­nen bes­tens iden­ti­fi­zie­ren und fin­den in ih­nen idea­le Ge­fähr­ten, um span­nen­de Aben­teu­er zu er­le­ben.
Für die Pro­du­zen­ten An­dre­as Ulm­ke-Sme­a­ton und Ewa Karl­ström, die mit ih­rer ge­mein­sa­men Pro­duk­ti­ons­fir­ma Sam­Film schon zwi­schen 2012 und 2015 vier Ki­no­fil­me um die Fünf Freun­de mit gro­ßem Er­folg ins Ki­no ge­bracht hat­ten, war klar, dass die be­lieb­ten Fi­gu­ren da­mit noch lan­ge nicht aus­er­zählt sind, son­dern für ein jun­ges Pu­bli­kum noch vie­le neue Ge­schich­ten zu bie­ten ha­ben.

Zeit al­so für ei­ne Fort­füh­rung der Se­rie ! „Die Zu­schau­er sind fas­zi­niert von den Fünf Freun­den, weil es da­bei um uni­ver­sel­le The­men geht“, er­klärt Ulm­ke-Sme­a­ton.
„Es geht um Freund­schaft, um Mit­ein­an­der und um Aben­teu­er. In den Fünf-Freun­de Ge­schich­ten sind die Kin­der im­mer cle­ve­rer als die Er­wach­se­nen, und das macht es so be­son­ders.“
Die „DNA der Fünf Freun­de“, wie Ulm­ke Sme­a­ton es nennt, bleibt al­so er­hal­ten : „Und das ist ja auch ge­nau das, was die Zu­schau­er se­hen wol­len!“

Für die Re­gie gab es aus Sicht der Pro­du­zen­ten nur ei­nen, der in Fra­ge kam : Mi­ke Mar­zuk. Und das aus gu­tem Grund, wie Ulm­ke-Sme­a­ton sagt : „Mi­ke und ich sind nicht nur al­te Freun­de, wir ar­bei­ten auch seit über zehn Jah­ren sehr eng mit­ein­an­der zu­sam­men. Wir wis­sen, wie wir ti­cken, und ver­trau­en ein­an­der blind. Es macht Rie­sen­spaß mit Mi­ke.“

Mi­ke Mar­zuk selbst, der nach den vier Fünf-Freun­de-Fil­men zu­letzt – eben­falls für An­dre­as Ulm­ke-Sme­a­tons und Ewa Karl­ströms Sam­Film – die Ko­mö­die VER­RÜCKT NACH FI­XI ins Ki­no ge­bracht hat­te, brauch­te nicht lang, um sich über­zeu­gen zu las­sen – auch wenn er zu­nächst noch ein­mal in sich ge­hen muss­te, wie er be­rich­tet : „Ich ha­be mich schon ge­fragt : Bin ich noch der Rich­ti­ge für die Mar­ke ? Oder soll­te man es ganz neu auf­set­zen ?

Ich ha­be mir dann ge­sagt : “OK, ein Dreh­buch kann ich ja schrei­ben. Und dann merk­te ich schon beim Schrei­ben, dass ich wie­der rich­tig Lust dar­auf be­kom­men ha­be …!“
Doch was für ei­ne Ge­schich­te soll­te er­zählt wer­den ? Es gab zwar die Idee, das The­ma Di­no­sau­ri­er in den Mit­tel­punkt zu rü­cken, aber erst Mar­zuk ent­wi­ckel­te dar­aus ei­ne kon­kre­te Sto­ry – oh­ne le­ben­di­ge Di­nos zwar, aber da­für mit ei­ner pa­lä­on­to­lo­gi­schen Sen­sa­ti­on : der Ent­de­ckung des voll­stän­di­gen Ske­letts ei­ner bis da­hin un­be­kann­ten Sau­ri­er­gat­tung !
Mi­ke Mar­zuk : „Ich ha­be drei Kin­der und weiß da­her, dass Di­no­sau­ri­er ein The­ma sind. Aber man muss es für ei­nen Ki­no­film auch emo­tio­nal auf­la­den.“ Und so geht es für die Fünf Freun­de nicht nur dar­um, das Di­no-Ske­lett zu ret­ten, son­dern auch da­für zu sor­gen, dass ih­rem neu­en Freund Mar­ty, den al­le im Ort nur aus­la­chen und aus­gren­zen, Ge­rech­tig­keit wi­der­fährt.
ber da­für muss­ten zu­nächst ein­mal die Haupt­rol­len be­setzt wer­den.

DIE FÜNF FREUN­DE : VIER NEW­CO­MER UND EIN AL­TER BE­KANN­TER

In der Rol­le der Ge­or­ge ist in FÜNF FREUN­DE UND DAS TAL DER DI­NO­SAU­RI­ER die zwölf­jäh­ri­ge Al­le­gra Tin­ne­feld zu se­hen, die ne­ben ih­rer Schau­spie­le­rei auch schon ei­ne Kar­rie­re als Vio­li­nis­tin ver­folgt.

Sie über­zeug­te Mi­ke Mar­zuk schon in der ers­ten Run­de des Cas­tings, wie er be­rich­tet : „Ich hat­te da­für ex­tra ei­ne Sze­ne ge­schrie­ben, in der Ge­or­ge ganz wü­tend ih­ren Hund ver­tei­digt, da hat sie sehr au­then­tisch agiert.“ 

An­dre­as Ulm­ke-Sme­a­ton be­stä­tigt, Al­le­gra hat uns mit ih­rem Spiel über­zeugt, weil sie so ei­ne Kraft hat ; sie steht im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes ih­ren Mann”.

Al­le­gra Tin­ne­feld selbst war schon seit dem ers­ten Film Fan der Se­rie und hat­te sich da­mals schon vor­ge­stellt, wie es wohl wä­re, selbst ei­nes Ta­ges da­bei sein zu kön­nen.

Nun weiß sie es – und sagt : “Ich find‘s to­tal krass, hier mit­zu­spie­len!”

Als Ju­li­an wur­de Ma­ri­nus Hoh­mann be­setzt, der Mar­zuk in WILL­KOM­MEN BEI DEN HART­MANNS auf­ge­fal­len war – für die Rol­le, die Mar­zuk als „An­pa­cker und auch als der Ru­he­pol, wenn die an­de­ren hek­tisch wer­den“ be­schreibt, war der 13-Jäh­ri­ge sein „ab­so­lu­ter Ju­li­an-Lieb­ling : Ma­ri­nus ist ta­len­tiert und er hat auch die nö­ti­ge Breit­bei­nig­keit mit­ge­bracht, um das glaub­wür­dig dar­zu­stel­len.“

Das passt : Denn, wie Hoh­mann sagt, war er selbst, wenn es um die Fünf Freun­de ging, „im­mer Fan von Ju­li­an“.
Für Dick – die Rol­le, die Mi­ke Mar­zuk mit ei­nem Au­gen­zwin­kern den „Klug­schei­ßer-Part“ nennt – fand sich Ron Ant­o­ny Ren­zen­brink. Der Elf­jäh­ri­ge hat­te mit sei­nem De­büt in DIE WIL­DEN KER­LEDIE LE­GEN­DE LEBT auf sich auf­merk­sam ge­macht, wie Ulm­ke-Sme­a­ton be­rich­tet : „Wir hat­ten da­durch an Ron ge­dacht, aber es war nicht von vorn­her­ein ei­ne aus­ge­mach­te Sa­che.“ Im Cas­ting aber stell­te sich Ren­zen­brink rasch als Ide­al­be­set­zung her­aus, wie Mar­zuk fi ndet : „Ron ist per­fekt als Dick, weil er so ei­ne ge­wis­se Spitz­bü­big­keit hat. Er ist auch in Wirk­lich­keit der Lus­ti­ge im Team.“

Auch Ulm­ke-Sme­a­tons Fa­zit nach dem Dreh fällt ein­deu­tig aus : „Er hat ein­fach ei­ne ge­nia­le Aus­strah­lung – man guckt ihm wahn­sin­nig ger­ne zu!“

In der Rol­le der An­ne ist Ame­lie Lam­mers zu se­hen. Die Zehn­jäh­ri­ge aus Le­ver­ku­sen brach­te schon die Er­fah­rung aus ei­ni­gen Fern­seh­rol­len und aus WEN­DYDER FILM mit, als sie sich zum Cas­ting vor­stell­te.

Die Pro­du­zen­ten und der Re­gis­seur wa­ren sich ei­nig, dass sie die Herz­lich­keit, aber auch die leich­te Nai­vi­tät der klei­nen Schwes­ter von Ju­li­an und Dick wun­der­bar ver­kör­per­te : „Ame­lie schaut man sehr, sehr gern zu“, sagt Mi­ke Mar­zuk, und An­dre­as Ulm­ke-Sme­a­ton be­stä­tigt : „Ame­lie ist ein­fach wahn­sin­nig ent­zü­ckend. Man schließt sie so­fort ins Herz.“

Fehlt nur noch der fünf­te Freund. In der Rol­le des Tim­my gibt es ein Wie­der­se­hen mit Bob­by, dem Aus­tra­li­an-She­pherd-Rü­den, der schon in FÜNF FREUN­DE 3 und FÜNF FREUN­DE 4 den treu­en Be­glei­ter der Kin­der ver­kör­pert hat­te. Bob­by, in­zwi­schen 5 Jah­re alt, wird nach wie vor von dem Ham­bur­ger Tier­trai­ner Mar­co Hey­se be­treut. „Mit bei­den war es ein tol­les Wie­der­se­hen“, sagt Mar­zuk : „Bob­by hat sich nicht nur gut ge­hal­ten, der hat noch­mal ei­nen rich­ti­gen Sprung ge­macht. Er macht sei­ne Tricks im­mer wie­der, und so gut – er ist echt ein er­staun­li­cher Hund.“

FREUN­DE, WAN­DERS­LEU­TEUND GA­NO­VEN : DAS ER­WACH­SE­NEN-EN­SEM­BLE

Die Fa­mi­lie Kir­rin wä­re aber nicht kom­plett oh­ne Tan­te Fan­ny. Dass Ber­na­det­te Heer­wa­gen für die Rol­le zu­sag­te, war für Mi­ke Mar­zuk ei­ne ganz be­son­de­re Freu­de. „Mit ihr woll­te ich schon im­mer dre­hen!“

Für Heer­wa­gen wie­der­um war es, wie sie sagt, die Ge­le­gen­heit, als Ab­wechs­lung von ih­ren zahl­rei­chen Kri­mi-Rol­len, ein­mal in ei­nem Film mit­zu­spie­len, den sie auch ih­rer Toch­ter zei­gen kann. Mit den Fünf Freun­den ver­bin­det sie ganz per­sön­li­che Er­in­ne­run­gen : „Ich bin ein Rie­sen­fan und ha­be mich to­tal ge­freut, als ich das An­ge­bot be­kom­men ha­be, Tan­te Fan­ny zu spie­len, die mich seit der Kind­heit schon be­glei­tet. Da­mals hat­te ich die Enid-Bly­ton-Bü­cher zu­hau­se und auch Kas­set­ten. Es war für mich das High­light, wenn ich abends noch Fünf Freun­de hö­ren durf­te!“
Die wohl wich­tigs­te Er­wach­se­nen­fi­gur im Film ist aber der jun­ge Mann Mar­ty – er ist es schließ­lich, über den die Fünf Freun­de in das Ge­heim­nis des Tals der Di­no­sau­ri­er ein­ge­führt wer­den.
Mar­ty ist ein we­nig selt­sam – an­de­re Men­schen ma­chen ihn schnell ner­vös. Ein Typ nicht un­ähn­lich der Ti­tel­fi­gur von „For­rest Gump“, ein er­klär­ter Lieb­lings­film von Mi­ke Mar­zuk.

Sein Dar­stel­ler Ja­cob Mat­schenz be­schreibt Mar­ty so : „Mar­ty ist wahn­sin­nig na­iv. Er kann nicht lü­gen, ist ganz di­rekt. Er wird von vie­len un­ter­schätzt und als Trot­tel ge­brand­markt. Ei­gent­lich ist er den Kin­dern nä­her als den Er­wach­se­nen.“

Für Mar­zuk war ei­nes klar : Wenn Ja­cob Mat­schenz das ma­chen wür­de, dann be­set­zen wir ihn na­tür­lich!“ Ge­ra­de ein­mal An­fang 30, hat Mat­schenz schon ei­ne be­ein­dru­cken­de Viel­falt mar­kan­ter und in­ten­si­ver Ki­no- und Fern­seh­rol­len ge­spielt – und hat die Fil­me­ma­cher nicht ent­täuscht. An­dre­as Ulm­ke-Sme­a­ton : „Ja­cob ist ein wirk­lich ge­nia­ler Schau­spie­ler, und er ist gleich­zei­tig un­ver­braucht und er hat et­was Fri­sches, Neu­es. Für mich ist das Be­son­de­re an ihm, dass er ei­nen so über­zeugt mit sei­ner Schau­spiel­kraft und En­er­gie und der Rol­le ei­nen ganz ei­ge­nen Dri­ve ver­leiht.“
Als Mar­tys Ge­gen­spie­ler Kurt Wei­ler, ei­nem ziem­lich her­un­ter­ge­kom­me­nen Ge­le­gen­heits­gau­ner, konn­te Mi­lan Pe­schel ge­won­nen wer­den – „wun­der­bar“, wie Mi­ke Mar­zuk mit ei­nem Wort sagt. In ei­ner her­aus­ra­gen­den Sze­ne spie­len die Fünf Freun­de und Mar­ty Wei­ler ei­nen Streich und ma­chen ihn glau­ben, Ma­gic Max – sein liebs­ter Co­mic-Held – spre­che in Wirk­lich­keit zu ihm. „Die Kin­der lie­ben die Sze­ne“ sagt Mar­zuk, „und Mi­lan Pe­schel ist wie ge­macht da­für.“
Sei­ner Rol­le des her­ein­ge­leg­ten Be­trü­gers kann Pe­schel aber auch ein paar po­si­ti­ve Zü­ge ab­ge­win­nen : „Ich glau­be, er ist nicht ge­ra­de so die hells­te Ker­ze auf der Tor­te ; wenn er ei­nem Schwä­che­ren be­geg­net, dann lässt er den das auch spü­ren.
Aber er hat so et­was Tap­si­ges ; er kann ei­nem auch ein biss­chen leid­tun. Ich glau­be, der hat ein­fach die fal­schen Vor­bil­der ge­habt.
Es könn­te trotz al­lem ein ganz gu­ter Kerl in ihm ste­cken, man müss­te den nur frei­le­gen.“
Die Su­che nach dem le­gen­dä­ren Tal der Di­no­sau­ri­er führt die Freun­de in die sa­gen­um­wo­be­ne „Stei­ner­ne Stadt“ – dort­hin ge­langt man aber nicht auf ei­ge­ne Faust, son­dern muss sich ei­ner ge­führ­ten Wan­der­tour an­schlie­ßen. Die Wan­der­grup­pe woll­te Mar­zuk kei­nes­falls bloß mit Sta­tis­ten be­set­zen – schließ­lich muss ei­ner der Wan­de­rer der­je­ni­ge sein, der Mar­ty die Kar­te ge­stoh­len hat, auf der sein Va­ter die ge­naue La­ge des Tals no­tiert hat­te.

Mar­zuk : „Es macht na­tür­lich kei­nen Sinn, wenn das nur drei Leu­te sind, die da her­um­kra­xeln – da brauch­te ich min­des­tens sechs, sie­ben. Was na­tür­lich al­les mit Kos­ten ver­bun­den ist.“ Aber eben auch mit der Chan­ce, ei­ni­ge Dar­stel­ler vor der Ka­me­ra zu ver­sam­meln, mit de­nen Mar­zuk schon lan­ge ein­mal dre­hen woll­te.
An­ge­fan­gen mit Pe­ter Pra­ger, der den Di­no­for­scher Pro­fes­sor Carl Her­zog ver­kör­pert. „Für den Pro­fes­sor hat­te ich im­mer Pe­ter Pra­ger im Kopf, und für sei­ne jun­ge Frau Bar­ba­ra dach­te ich als al­ler­ers­tes als Me­li­ka Fo­rou­tan.“
Mit Ma­nu­el Cor­tez, der die Rol­le des Pe­dro über­nahm, kam ein ab­so­lu­ter Fünf-Freun­de-Fan ins En­sem­ble : „Als die Dreh­anfra­ge kam, hat­te ich so­fort die Ti­tel­me­lo­die im Kopf. Aben­teu­er, Schmugg­ler, Gän­ge, ver­bor­ge­ne Höh­len und die en­ge Ver­bun­den­heit der Freun­de – es ist al­les da­bei, was man als Kind toll fin­det. Es ist ein­fach zeit­los.“

Sei­ne Fi­gur gab Cor­tez die Ge­le­gen­heit, ko­mö­di­an­tisch zu agie­ren : „Pe­dro ist ein biss­chen blöd. Man sagt ja im­mer, Lie­be macht blind, und das war bei Pe­dro der Fall. Er fin­det al­les lus­tig und toll.“
Auch Dirk Bor­chardt war da­von be­geis­tert, für sei­ne Dop­pel­rol­le als no­to­risch gut ge­laun­ter Wan­der­füh­rer Be­cky und des­sen Zwil­lings­bru­der, dem mür­ri­schen Burg­wär­ter Hans, in die Vol­len ge­hen zu kön­nen. Wie Mar­zuk er­zählt, war es die Cas­te­rin Ste­fa­ny Pohl­mann, die ihn dar­auf brach­te, dass Bor­chardt „auch lus­tig“ kön­ne – und im Film sorgt er in der Tat durch das ernst­haf­te Spie­len zwei­er schrä­ger Fi­gu­ren für reich­lich ko­mi­sche Mo­men­te.
Auch der Ex-Po­li­zist Gott­fried Mey­er gibt ei­ne ziem­lich ko­mi­sche Fi­gur ab. Jür­gen Tar­r­ach spielt ihn als gries­grä­mi­gen Ty­pen, der plötz­lich vom Lie­bens­wahn be­fal­len wird und den Char­meur her­aus­kehrt. „Die Idee kam erst sehr spät“, sagt Mar­zuk, „als wir die meis­ten Er­wach­se­nen schon be­setzt hat­ten.
Wir ha­ben uns ge­sagt : Fra­gen wir ihn mal ! Und er hat zu­ge­sagt.“ Tar­r­ach fühl­te sich in der Wan­der­trup­pe rich­tig wohl : „Man muss die Kos­tüm­bild­ne­rin sehr lo­ben. Es ist sehr lus­tig, wie wir da aus­se­hen in un­se­ren Kos­tü­men, ge­ra­de in der Zu­sam­men­stel­lung.“
Das En­sem­ble kom­plet­tier­ten Dag­mar Sach­se und Da­vid Baalcke als die Wan­der­ge­nos­sen Chris­ta und Wal­ter, Alex­an­der Schu­bert als nicht all­zu fä­hi­ger Po­li­zist – und schließ­lich Ru­by O. Fee als Me­la­nie, die reich­lich un­kon­ven­tio­nel­le Emp­fangs­da­me des Ho­tels, in dem die Fünf Freun­de und Tan­te Fan­ny lan­den.
Ru­by O. Fee hat­te in Mar­zuks VER­RÜCKT NACH FI­XI mit­ge­spielt und stand nun auch gern bei sei­nem nächs­ten Re­gie­pro­jekt wie­der zur Ver­fü­gung ; wenn auch in ei­nem ex­tra­va­gan­ten Out­fit : als Punk-Braut mit Haus­rat­te auf der Schul­ter.

Mar­zuk er­klärt die Rol­le so : „Es soll­te so ein Typ wie Riff-Raff aus der RO­CKY HOR­ROR PIC­TU­RE SHOW die Tür öff­nen – ge­nau so ei­ne un­durch­schau­ba­re Art bringt sie mit sich.“ An­dre­as Ulm­ke- Sme­a­ton fügt hin­zu : „Ru­by ist su­per – und ih­re Ko-Dar­stel­le­rin, die klei­ne Rat­te, auch. Ru­by macht das zum Nie­der­kni­en, weil es ein­fach au­then­tisch ist. Sie sieht wirk­lich aus wie je­mand aus ei­ner an­de­ren Welt.“

DIE EI­GE­NE WELT DER FÜNF FREUN­DE : DIE DREH­OR­TE

Ge­nau dar­um ging es den Fil­me­ma­chern von An­fang an : ei­ne ei­ge­ne Welt zu schaf­fen, wie An­dre­as Ulm­ke-Sme­a­ton sagt : „Wir wol­len das Gan­ze zeit­los er­zäh­len. Wir ha­ben nach Mo­ti­ven ge­sucht, die ein­zig­ar­tig sind, die man aber geo­gra­phisch nicht ge­nau zu­ord­nen kann. Wir ha­ben ei­nen ei­ge­nen Look, wir ha­ben ei­ne ei­ge­ne Welt – wo die tat­säch­lich ist, wol­len wir gar nicht the­ma­ti­sie­ren, son­dern ein­fach in schö­nen Bil­dern er­zäh­len.“
Da­zu ge­hör­te dann eben auch, be­son­de­re, aber nicht all­zu be­kann­te Or­te zu fin­den – und die­se ent­spre­chend in Sze­ne zu set­zen.

Ka­me­ra­mann Phil­ip Pe­schlow er­gänzt : „Es war ei­ne gro­ße Her­aus­for­de­rung, in Deutsch­land ei­ne fil­mi­sche Ebe­ne zu fin­den, die man so noch nicht ge­se­hen hat.“ Aber eben auch ei­ne gro­ße Chan­ce : „Mei­ne Her­aus­for­de­rung als Ka­me­ra­mann bei ei­nem Kin­der­film ist es, die Kin­der in ei­ne Welt zu ent­füh­ren, die sie so nicht ken­nen. Da ma­chen die Fünf Freun­de be­son­ders viel Spaß, denn wir kön­nen Wel­ten kre­ieren, die zu ei­nem Ma­ße zeit- und raum­los sind. Des­halb ma­che ich das auch so ger­ne ; ich darf selbst ein biss­chen Kind und Er­fin­der sein“.
Die Fels­for­ma­ti­on der „Zwil­lings­brü­der“ fand sich in der Frän­ki­sche Schweiz, (nach­dem sich die Fil­me­ma­cher die un­ter­schied­lichs­ten Fel­sen an­ge­guckt hat­ten). In der Frän­ki­schen Schweiz liegt auch die Burg­rui­ne Wai­schen­feld, wo nicht nur die Sze­nen auf der Burg ge­dreht wur­den : Dort war auch aus­rei­chend Platz, um die Sets für die Sze­nen in der un­heim­li­chen Pen­si­on auf­zu­bau­en.

Das Schloss Thurnau wur­de für ei­ni­ge Au­ßen­ein­stel­lun­gen ver­wen­det, in de­nen das Mu­se­um zu se­hen ist, wo die Prä­sen­ta­ti­on des Di­no-Kno­chens statt­fin­det. Die Wan­der­se­quenz selbst wur­de größ­ten­teils in der Säch­si­schen Schweiz ge­dreht – dar­un­ter auch auf der be­rühm­ten Bas­tei­brü­cke.
Ein be­son­ders wich­ti­ger Dreh­ort war au­ßer­dem die „Höh­le oh­ne Na­men“ in der Frän­ki­schen Schweiz. In die­ser ver­gleichs­wei­se gut zu­gäng­li­chen Karst­höh­le ent­stan­den die Sze­nen, in de­nen die Fünf Freun­de das Di­no­sau­ri­er­ske­lett ent­de­cken – das aber nicht nach­träg­lich di­gi­tal ins Film­bild hin­ein­mon­tiert, son­dern als tat­säch­lich vor­han­de­nes phy­si­sches Ob­jekt vor Ort war.
Für Mi­ke Mar­zuk stand von vor­he­r­ein fest, dass man an die­ser „Ti­tel­rol­le“ des Films nicht spa­ren durf­te : „Wir be­haup­ten, wir ha­ben ein ‚Tal der Di­no­sau­ri­er’ – und da kön­nen wir na­tür­lich nicht nur mit ein paar trau­ri­gen Kno­chen kom­men.“ Die Idee, das Gan­ze rein di­gi­tal zu bau­en, wur­de schnell wie­der ver­wor­fen.
Statt­des­sen wur­de das größ­te Ein­zel­re­qui­sit, mit dem Mar­zuk in sei­ner Film­kar­rie­re je­mals ge­ar­bei­tet hat, ei­gens für den Film von ei­ner spe­zia­li­sier­ten Fir­ma in Chi­na ge­fer­tigt, die ähn­li­che Auf­trä­ge u. a. auch für The­men­parks rea­li­siert.
Das gan­ze Ge­bil­de aus Kunst­stoff­kno­chen, die von ei­nem Me­tall­ge­stän­ge zu­sam­men­ge­hal­ten wur­den, war vom Schä­del bis zur Schwanz­spit­ze zehn Me­ter lang. Der kom­plet­te Ar­beits­pro­zess in Chi­na wur­de do­ku­men­tiert und Fo­tos vom ak­tu­el­len Zwi­schen­stand im­mer wie­der an die Fil­me­ma­cher ge­schickt.
Trotz­dem war die Er­leich­te­rung groß, als das Ske­lett bei der Lie­fe­rung un­be­schä­digt an­kam – und fast so­fort zum Dre­hen be­reit war : „Wir ha­ben an der Far­be noch ge­ar­bei­tet und ein biss­chen Pa­ti­na auf­ge­tra­gen und das Me­tall­ge­stän­ge noch an­ge­passt“, be­rich­tet Mar­zuk. Der Di­no war bei sei­nem Ein­satz der ein­zi­ge Dar­stel­ler, dem nicht kalt war : Beim Dreh wa­ren es drau­ßen 30 Grad, im In­ne­ren der Höh­le aber nur sechs Grad, so dass Dar­stel­ler und Crew trotz des Hoch­som­mer­wet­ters im­mer dick ein­ge­packt mit Ja­cke und Müt­ze in die Höh­le gin­gen.

EIN DRAHT­SEIL­AKT, NICHT NUR FÜR BOB­BY : DIE DREH­AR­BEI­TEN

En­de Ju­ni 2017 ging es schließ­lich los. Die ers­te Klap­pe zu FÜNF FREUN­DE UND DAS TAL DER DI­NO­SAU­RI­ER fiel – für die Kin­der, die teil­wei­se ih­re ers­ten Ki­no-Haupt­rol­len spiel­ten, der Be­ginn ei­nes gro­ßen Aben­teu­ers, und auch für die er­wach­se­nen Schau­spie­ler kein Job wie je­der an­de­re. Denn für al­le galt : Im Mit­tel­punkt ste­hen nicht sie, son­dern die jun­gen Dar­stel­ler.
Mi­ke Mar­zuk er­zählt mit ei­nem La­chen : „Ich ha­be je­dem ge­sagt : Pass mal auf, ich ha­be vier Kin­der und ei­nen Hund am Set, die muss ich erst ein­mal in den Griff krie­gen!“ Pe­ter Pra­ger nahm es, wie al­le, ge­las­sen und sah das Po­si­ti­ve : „Die Er­wach­se­nen lau­fen eher ne­ben­bei. Aber es ist un­heim­lich in­ter­es­sant mit den Kin­dern, weil sie al­le vier so ver­schie­den sind.“
Die Kin­der hat­ten ein lan­ges Wo­chen­en­de in­ten­si­ver Dreh­vor­be­rei­tung mit Mar­zuk und ih­rem Coach hin­ter sich – wäh­rend Hund Bob­by, Dar­stel­ler des fünf­ten Freun­des, schon frü­her mit dem Üben an­ge­fan­gen hat­te, wie sein Trai­ner Mar­co Hey­se be­rich­tet : „Wir ha­ben zwei­ein­halb Wo­chen zu­sam­men ge­übt, um das Al­te auf­zu­fri­schen und neue Sa­chen zu trai­nie­ren.“
Bob­by war von Be­ginn an mit ganz be­son­de­rem Ei­fer da­bei ; Hey­se er­zählt : „Für ihn war das so­wie­so ein Rie­sen­aben­teu­er.
Er hat sich so­fort ge­freut, als er wie­der am Set war, al­les wie­der­erkannt hat und wuss­te, jetzt gibt’s wie­der sechs Wo­chen Aben­teu­er.“
Aber bei al­ler Er­fah­rung, die Bob­by mit­brach­te, durf­te man ihn trotz­dem nicht über­for­dern. Da­zu ge­hör­ten auch re­gel­mä­ßi­ge Aus­zei­ten. Mi­ke Mar­zuk er­klärt : „Man muss die Kin­der auch mal vom Hund tren­nen, da­mit er auch ein­mal zur Ru­he kommt.“ Zu­mal Bob­by ja ei­ni­ge wirk­lich an­spruchs­vol­le Sze­nen zu meis­tern hat­te.
Die größ­te Her­aus­for­de­rung war die Sze­ne, in der die ein­ge­sperr­ten Kin­der ihn vom Burg­turm ab­sei­len, da­mit er Hil­fe ho­len kann. Der Turm war in Wirk­lich­keit zwar nicht gar so hoch, wie er im Film er­scheint. „Aber trotz­dem muss­te der Hund sich ja wohl­füh­len“, sagt Mar­zuk : „und auch, wäh­rend er im Ge­schirr hing, noch auf Kom­man­do bel­len oder von rechts nach links gu­cken. Da­für muss­te er sich na­tür­lich to­tal si­cher füh­len.“
Auch für die Kin­der war das Zu­sam­men­spiel mit Bob­by ein stän­di­ges High­light. Bob­by ist eben – in ei­nem Wort – süß !
„Das war ei­ne ganz herz­li­che Be­zie­hung“, be­stä­tigt Hey­se. Und wie Ma­ri­nus Hoh­mann sagt, war der ge­sam­te Dreh ei­ne wun­der­vol­le Er­fah­rung : „Wenn man so vor der Ka­me­ra steht und es dann heißt Ka­me­ra ab, Ton ab, Ton läuft, Klap­pe – das ist der Ham­mer. Das Ge­fühl ist un­be­schreib­lich. Es ist ein­fach nur schön.“
Al­le­gra Tin­ne­feld, Ma­ri­nus Hoh­mann, Ron Ant­o­ny Ren­zen­brink und Ame­lie Lam­mers ga­ben al­les – und konn­ten sich am En­de vor dem Lob der er­wach­se­nen Kol­le­gen kaum ret­ten. Ber­na­det­te Heer­wa­gen sagt : „Es war ganz, ganz toll mit den Kin­dern.
Sie sind so dis­zi­pli­niert und so kon­zen­triert und ver­lie­ren aber trotz­dem nie ih­ren Spaß am Spiel.“ Auch Mi­lan Pe­schel hat­te „ei­nen gu­ten Ein­druck. Das sind neu­gie­ri­ge Kin­der. Die fra­gen viel, das ist im­mer ein gu­tes Zei­chen.“ Ru­by O. Fee fand : „Die sind süß und to­tal auf­ge­weckt. Sie pas­sen per­fekt in die Rol­len.“
Oder, wie Dirk Bor­chardt es knapp zu­sam­men­fasst : „Die Kid­dies sind toll!“
Die Kin­der wie­der­um ge­ben das Lob zu­rück. Al­le­gra Tin­ne­feld greift Ja­cob Mat­schenz als ei­nen von vie­len her­aus, die sie be­ein­druckt ha­ben, wenn sie sagt : „Der Ja­cob spielt so un­glaub­lich toll, das ist echt der Wahn­sinn.“ Und Ma­ri­nus Hoh­mann er­zählt, wie gut sie sich im En­sem­ble und mit der Crew auf­ge­ho­ben fühl­ten : „Die Stim­mung am Set war echt lus­tig und ent­spannt. Am An­fang kann­te man sich ja noch nicht so, aber jetzt kennt man je­des Ge­sicht und man fühlt sich ein­fach ver­traut und wohl.“
Das hat auch mit dem Re­gis­seur zu tun, mit dem sich die Dar­stel­ler der Freun­de vom ers­ten Tag an blen­dend ver­stan­den.
Ron Ant­o­ny Ren­zen­brink sagt : „Er ist su­per­lus­tig und wir kön­nen uns auch krea­tiv aus­to­ben. Wir dür­fen ver­schie­de­ne Din­ge ein­brin­gen, die auch nicht im Dreh­buch ste­hen.“ Al­le­gra Tin­ne­feld fügt hin­zu : „Mi­ke ist wirk­lich cool. Es macht rich­tig Spaß, weil er im­mer ir­gend­ei­nen Witz pa­rat hat. Bei ihm kann man auch nach­fra­gen, wenn man was nicht ver­stan­den hat, das ist echt to­tal ent­spannt und lo­cker.“
Auch die Er­wach­se­nen wa­ren von Mar­zuks Re­gie­stil sehr an­ge­tan. Ja­cob Mat­schenz schätz­te sei­ne kla­ren An­sa­gen : „Er ist prä­zi­se und weiß ganz ge­nau, was er will. Und er hat ei­nen gu­ten Hu­mor.“ „Er ist in sei­ner Ar­beit so klar, lie­be­voll und warm­her­zig, dass es ei­ne gro­ße Freu­de ist, mit ihm zu­sam­men­zu­ar­bei­ten“, meint Ber­na­det­te Heer­wa­gen, und Mi­lan Pe­schel er­gänzt : „Mi­ke ver­brei­tet rich­tig gu­te Stim­mung. Er gibt ei­nem ein un­glaub­lich gu­tes Ge­fühl.“ Ru­by O. Fee fasst zu­sam­men : „Er ist ein­fach so po­si­tiv, es gibt so ei­ne Leich­tig­keit am Set. Es macht ein­fach Spaß, mit ihm zu dre­hen.“
Auch wenn al­le den Dreh als gro­ßes Ver­gnü­gen er­lebt ha­ben : Den meis­ten Spaß am Set hat­te aber si­cher Bob­by. Der fühl­te sich am Set, wie Mar­co Hey­se be­rich­tet, „to­tal wohl“: „Für den Hund war es na­tür­lich ein Traum. Wir sind den gan­zen Tag durch Wäl­der ge­lau­fen, über Fel­sen ge­sprun­gen und durch Was­ser­pfüt­zen ge­wa­tet.“
Ob Tier oder Mensch – die po­si­ti­ve Stim­mung am Set hat sich auf je­den Fall auch auf den fer­ti­gen Film über­tra­gen.

WAS MACHT DEN REIZ DER FÜNF FREUN­DE AUS ?

Die Fünf Freun­de sind aben­teu­er­lus­tig und nicht bloß Ge­schwis­ter, son­dern ech­te Freun­de – und weil sie das Herz am rech­ten Fleck ha­ben, ist es nicht bloß das Ge­heim­nis, das sie bei ih­ren Fäl­len an­lockt, son­dern auch, Un­recht wie­der gut zu ma­chen.
Un­ter den ver­schie­de­nen Cha­rak­te­ren ist für je­den ei­ner da­bei, in den man sich be­son­ders gut hin­ein­ver­set­zen kann : die un­er­schro­cke­ne Ge­or­ge, der Ma­cher-Typ Ju­li­an, der Spaß­vo­gel Dick und die eher vor­sich­ti­ge An­ne. In ih­ren Aben­teu­ern wer­den Kin­der­träu­me wahr.

Ru­by O. Fee kann die an­hal­ten­de Fas­zi­na­ti­on der Fünf Freun­de voll und ganz nach­voll­zie­hen : „Ich ha­be es als Kind ge­liebt, De­tek­tiv zu spie­len, Sa­chen her­aus­zu­fin­den, durch Wäl­der zu ren­nen und Fäl­le zu lö­sen. Was je­des Kind sich er­träumt oder vor­stellt, das pas­siert in dem Film, und das ist das Span­nen­de dar­an für die Kin­der. Sie könn­ten so ein Aben­teu­er wirk­lich er­le­ben.“
Dass die­ses Ge­fühl im bes­ten Sin­ne ge­nera­ti­ons­über­grei­fend ist, be­stä­tigt ihr 35 Jah­re äl­te­rer Kol­le­ge Jür­gen Tar­r­ach : „Das De­tek­tiv­spie­len ist für Kin­der et­was ganz Tol­les. Es ist ei­gent­lich ei­ne Er­wach­se­nen­rol­le, die die Kin­der an­neh­men. Sonst sind Kin­der im­mer sehr ab­hän­gig von den Er­wach­se­nen, aber hier dreht sich das um und sie kön­nen die Er­wach­se­nen an der Na­se her­um­füh­ren. Sie sind sehr selbst­stän­dig, und na­tür­lich ist auch die Ge­mein­schaft der Fünf, ih­re ganz be­son­de­re Stär­ke.“
Und auch bei Ame­lie Lam­mers, dem jüngs­ten En­sem­ble­mit­glied, ha­ben meh­re­re Ge­nera­tio­nen die Fünf Freun­de ge­liebt : „Mei­ne El­tern und mei­ne Oma ken­nen die Fünf Freun­de schon von ganz frü­her und ha­ben die Bü­cher ge­le­sen. Da ist Ac­tion, Span­nung und Freund­schaft drin, und das ge­fällt je­dem gut.“
An­dre­as Ulm­ke-Sme­a­ton hat das Ziel für FÜNF FREUN­DE UND DAS TAL DER DI­NO­SAU­RI­ER schon ein­mal klar de­fi­niert : „Wenn du nach dem Film in strah­len­de Kin­der­au­gen guckst, weißt du, dass es dir ge­lun­gen ist. Es ist ei­ne gro­ße Hoff­nung, dass wir das wie­der hin­krie­gen : dass die Kin­der den Film lie­ben und dass er gut an­kommt.“
Ron Ant­o­ny Ren­zen­brink ist da­von über­zeugt, dass das auch klap­pen wird : „Es ist ein­fach al­les da­bei, was man zu ei­nem gu­ten Film braucht. Der Film wird cool!“

Die Ge­schich­te des Films

Ernst­haft – das sol­len span­nen­de Som­mer­fe­ri­en sein ? Tan­te Fan­ny (Ber­na­det­te Heer­wa­gen) schleift Ge­or­ge (Al­le­gra Tin­ne­feld), Ju­li­an (Ma­ri­nus Hoh­mann), Dick (Ron Ant­o­ny Ren­zen­brink), An­ne (Ame­lie Lam­mers) und Tim­my, den Hund, zur Hoch­zeit ih­res Cou­sins (die ih­nen so et­was von egal ist). Dann schafft sie es auch noch, sich auf dem Weg dort­hin to­tal zu ver­fah­ren – und als es ei­gent­lich nicht mehr schlim­mer kom­men kann, knallt es plötz­lich un­ter der Mo­tor­hau­be, Rauch quillt her­vor, und Fa­mi­lie Kir­rin muss samt Ge­päck zu Fuß wei­ter.
We­nigs­tens reg­net es nicht … Je­den­falls nicht gleich. Aber bis sie in der nächs­ten Klein­stadt das ein­zi­ge Ho­tel er­reicht ha­ben, hat sie der ein­set­zen­de Re­gen völ­lig durch­nässt.
Und weil sich Tan­te Fan­ny gleich mit ei­ner fet­ten Er­käl­tung ins Bett legt, sit­zen sie al­le für meh­re­re Ta­ge fest.
Im­mer­hin gibt es beim Früh­stück am nächs­ten Mor­gen ei­ne in­ter­es­san­te Über­ra­schung : Am Nach­bar­tisch er­späht Ge­or­ge den be­rühm­ten Pa­lä­on­to­lo­gen Pro­fes­sor Her­zog (Pe­ter Pra­ger) und sei­ne Frau Bar­ba­ra (Me­li­ka Fo­rou­tan). Ge­or­ge will ih­nen auch die an­de­ren vor­stel­len, aber Dick stol­pert und reißt die Tisch­de­cke mit dem gan­zen Früh­stück her­un­ter. Her­zog lädt sie trotz des Miss­ge­schicks zur Prä­sen­ta­ti­on ei­nes neu ent­deck­ten Di­no­sau­ri­er­kno­chens ein.
Doch bei der Ver­an­stal­tung gibt es Är­ger : Wäh­rend der Bür­ger­meis­ter und der Fin­der, ein schmie­ri­ger Typ na­mens Kurt Wei­ler (Mi­lan Pe­schel), den Kno­chen vor­füh­ren, kommt der jun­ge Mann Mar­ty (Ja­cob Mat­schenz) da­zu und be­zich­tigt Wei­ler, den Kno­chen ge­stoh­len zu ha­ben. Vol­ler Wut be­haup­tet Mar­ty so­gar, es ge­be ein gan­zes Tal vol­ler Kno­chen, das sein Va­ter ent­deckt ha­be. Aber weil er nicht sa­gen kann, wo die­ses sa­gen­haf­te Tal liegt, glaubt ihm nie­mand, und der Orts­po­li­zist In­spec­tor Stiehl (Alex­an­der Schu­bert) be­för­dert ihn un­sanft hin­aus.
Als die Freun­de die Prä­sen­ta­ti­on ver­las­sen, ist Tim­my ver­schwun­den ! Sie ren­nen los und ent­de­cken ihn bei Mar­ty, der sich ge­ra­de laut­stark mit Wei­ler strei­tet.
Als Wei­ler ab­ge­zo­gen ist, be­glei­ten die Fünf Freun­de Mar­ty in sein Häus­chen im Wald, wo er nach dem Tod sei­nes Va­ters ganz al­lein lebt. Im Haus ist Dick so­fort von den vie­len Bü­chern über Di­no­sau­ri­er fas­zi­niert. Ge­or­ge ent­deckt ein Fo­to von Mar­ty und sei­nem Va­ter. Als Mar­ty es ihr ab­neh­men will, fällt es zu Bo­den und der Rah­men zer­bricht. Da­bei kommt ein Zet­tel zum Vor­schein : ei­ne Kar­te, auf der Mar­tys Va­ter of­fen­sicht­lich die Ko­or­di­na­ten des Tals der Di­no­sau­ri­er no­tiert hat ! Man er­kennt auch ei­ne selt­sa­me Fels­for­ma­ti­on – die „Zwil­lings­brü­der“, die in der na­hen Stei­ner­nen Stadt lie­gen.

In der Nacht steigt ein Ein­bre­cher bei Mar­ty ein, schlägt ihn nie­der und ver­schwin­det mit der Kar­te. Doch die Po­li­zei glaubt Mar­ty die Ge­schich­te nicht – al­so be­schlie­ßen die Fünf Freun­de, die Sa­che selbst in die Hand zu neh­men, die Kar­te zu­rück­zu­ho­len und das Tal der Di­no­sau­ri­er zu fin­den.
Ihr Haupt­ver­däch­ti­ger ist na­tür­lich Wei­ler. Die Fünf Freun­de und Mar­ty be­ob­ach­ten ihn, wie er sich vor sei­nem schrott­rei­fen Wohn­wa­gen beim Co­mic­le­sen amü­siert. Mit ei­nem fin­gier­ten Han­dy­an­ruf lockt Mar­ty ihn weg, und Ju­li­an und Dick bau­en ei­ne Ka­me­ra und ei­nen Laut­spre­cher mit Sprach­ver­zer­rer in den Wohn­wa­gen ein. Als Wei­ler zu­rück­kommt, er­tönt plötz­lich die Stim­me sei­nes liebs­ten Co­mic-Hel­den Ma­gic Max (in Wirk­lich­keit na­tür­lich Dick am Funk-Mi­kro), der ihn auf­for­dert, den Dieb­stahl der Kar­te zu ge­ste­hen. Wei­ler ist völ­lig fas­sungs­los, strei­tet aber al­les ab – und er hat tat­säch­lich ein Ali­bi.
Al­so bleibt den Fünf Freun­den nichts an­de­res üb­rig, als sich oh­ne Kar­te auf den Weg zur Stei­ner­nen Stadt zu ma­chen. Das geht aber nur als Teil­neh­mer ei­ner Drei-Ta­ge-Wan­de­rung mit Über­nach­tung in der al­ten Burg. Zum Glück lässt sich Tan­te Fan­ny, die im­mer noch ih­re Grip­pe aus­ku­riert, von Ge­or­ge über­zeu­gen, sie ge­hen zu las­sen.
Und so bre­chen die Fünf Freun­de un­ter Lei­tung ih­res pe­ne­trant fröh­li­chen An­füh­rers Be­cky (Dirk Bor­chardt) zur Wan­der­tour auf. Mit da­bei sind noch das Ge­schwis­ter­paar Chris­ta (Dag­mar Sach­se) und Wal­ter (Da­vid Baalcke), der pen­sio­nier­te Kom­mis­sar Gott­fried (Jür­gen Tar­r­ach), Pro­fes­sor Her­zog und Bar­ba­ra, Mar­ty und der jun­ge Mann Pe­dro (Ma­nu­el Cor­tez). Ei­ner von ih­nen muss der Ein­bre­cher sein – denn wer die Kar­te hat, hat nur die­se ei­ne Chan­ce, ins Tal der Di­no­sau­ri­er zu ge­lan­gen : Es ist die letz­te Tour der Sai­son, be­vor die Brü­cke ab­ge­sperrt wird … Den Freun­den wirkt auf ein­mal je­der ver­däch­tig. Doch als sich Be­cky bei den „Zwil­lings­brü­dern“ an­geb­lich den Fuß ver­renkt, neh­men sie ihn ins Vi­sier. Und ihr Ver­dacht ver­stärkt sich noch, als sich her­aus­stellt, dass er noch ei­nen Zwil­lings­bru­der na­mens Hans hat, den mies ge­laun­ten Ver­wal­ter der Burg – der als ers­tes Tim­my wie­der raus­schmeißt, weil Hun­de nicht in die Schlaf­räu­me dür­fen. Al­so ma­chen es sich die Fünf Freun­de und Mar­ty, so gut es geht, in der Scheu­ne ge­müt­lich, wäh­rend sich die an­de­ren im Burg­hof ums La­ger­feu­er ver­sam­meln. Wäh­rend An­ne und Mar­ty dort blei­ben, un­ter­su­chen Ju­li­an, Dick und Ge­or­ge die Ruck­sä­cke (und wer­den da­bei fast von Gott­fried, der sich für sei­ne neue Flam­me Chris­ta nach­par­fü­miert, er­wischt). Sie fin­den die Kar­te in Be­ckys Ruck­sack – war ja klar ! – und ma­chen ein Fo­to.
Am nächs­ten Mor­gen bre­chen die Freun­de und Mar­ty in al­ler Frü­he auf. Sie fol­gen den Ko­or­di­na­ten und fan­gen an zu gra­ben.
Sie fin­den et­was – doch es sind nur die Kno­chen ei­nes de­fi­ni­tiv nicht prä­his­to­ri­schen Wild­ka­nin­chens … Nach Stun­den ver­geb­li­cher Su­che ge­ben sie auf. Mar­ty ist ver­zwei­felt und geht, um erst ein­mal al­lei­ne zu sein. Auf dem Weg zu­rück zur Burg ver­lau­fen sich die Fünf Freun­de – und Ge­or­ge rutscht plötz­lich in ei­ne ver­bor­ge­ne Fel­spal­te hin­ein. Die Spal­te
stellt sich als Ein­gang zu ei­ner rie­si­gen Höh­le her­aus. Nach und nach las­sen sich al­le in die Höh­le her­ab und fin­den nach ei­ni­gen Me­tern ei­ne rich­ti­ge, wenn auch ver­las­se­ne Aus­gra­bungs­stät­te.
Dies muss das Werk von Mar­tys Va­ter sein ! Was sich be­stä­tigt, als sie un­ter all den Ge­rät­schaf­ten auch des­sen Ta­ge­buch fin­den, in dem er von ei­nem sen­sa­tio­nel­len Fund schwärmt und schreibt : „Viel­leicht wird mein Sohn Mar­ty ei­nes Ta­ges ge­nau­so stolz auf mich sein, wie ich es im­mer auf ihn ge­we­sen bin.“
Aber stolz wor­auf ? Da setzt Dick den Ge­ne­ra­tor in Be­trieb, und im hel­len Licht­schein se­hen sie ein rie­si­ges Sau­ri­er­ske­lett, das noch halb in der Höh­len­wand ver­bor­gen ist ! Sie fo­to­gra­fie­ren al­les und ei­len zu­rück auf die Burg, wo sie Pro­fes­sor Her­zog al­les zei­gen. Doch in die­sem Mo­ment gibt sich der wirk­li­che Schur­ke zu er­ken­nen, der den Plan ge­fasst hat, die un­er­setz­li­chen Di­no-Kno­chen zu zer­mah­len, um dar­aus ein sünd­haft teu­res Me­di­ka­ment her­zu­stel­len. Mit­wis­ser stö­ren bei die­ser Un­ter­neh­mung nur, und so fin­den sich die Fünf Freun­de ein­ge­sperrt in ei­nem Turm­zim­mer wie­der – und dem si­che­ren Tod aus­ge­lie­fert : Denn erst im nächs­ten Früh­jahr wer­den wie­der Wan­de­rer auf die Burg kom­men, und bis da­hin wer­den sie al­le längst ver­hun­gert und ver­durs­tet sein …!
So sehr sich Ju­li­an und Dick auch ab­mü­hen : Die Tür ist zu mas­siv, um sie auf­zu­bre­chen. Dann aber be­merkt Ju­li­an, dass ein Strom­ka­bel von un­ten zum Turm hoch führt. Ju­li­an klet­tert un­ter Le­bens­ge­fahr auf den Sims, um den Strom ab­zu­schal­ten und das Ka­bel zu lö­sen. Und nun hat Tim­my sei­nen gro­ßen Auf­tritt : ein­ge­hüllt in ein zu­sam­men­ge­kno­te­tes Sweat­shirt wol­len die Freun­de ihn an ei­nem um­funk­tio­nier­ten Wand­ha­ken ent­lang dem dün­nen Ka­bel ab­sei­len. Er soll zu Mar­ty lau­fen und Hil­fe ho­len. Aber so schlau und mu­tig Tim­my ist : Kann er das wirk­lich schaf­fen ? Und selbst wenn es ihm ge­lingt : Ist er auch noch
schnell ge­nug, um zu ver­hin­dern, dass das Le­bens­werk von Mar­tys Va­ter für im­mer zer­stört wird …?