Kel­ler­brand — 71 Betrof­fe­ne und 10 verletzte

Kel­ler­brand — 71 Betrof­fe­ne und 10 verletzte

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Neuss (ots) Kel­ler­brand an der Kaars­ter Straße

Am Don­ners­tag, den 18.11.2021, wur­de die Feu­er­wehr Neuss gegen 2:33 Uhr auf die Kaars­ter Stra­ße alar­miert. Dort mel­de­te ein Anru­fer Brand­ge­ruch sowie meh­re­re aus­ge­lös­te Rauch­mel­der in einem Mehr­fa­mi­li­en­haus. Noch auf der Anfahrt rie­fen wei­te­rer Anru­fer die 112 und mel­de­ten, dass sie Rauch im Trep­pen­haus wahr­nah­men und dadurch der Flucht­weg ange­schnit­ten sei.

Bei Ein­tref­fen der ers­ten Kräf­te bestä­tig­te sich die­se Mel­dung. Der ver­meint­li­che Zim­mer­brand ent­pupp­te sich als aus­ge­dehn­ter Kel­ler­brand. Es bot sich ein dra­ma­ti­sches Bild: Meh­re­re Bewoh­ner stan­den an geöff­ne­ten Fens­tern und rie­fen um Hil­fe, da der Trep­pen­raum kom­plett ver­raucht war. Teil­wei­se zog hin­ter den Per­so­nen zusätz­lich dich­ter Rauch aus den Fenstern.


Sofort for­der­te der Ein­satz­lei­ter wei­te­re Kräf­te an und lei­te­te umge­hend mit allen Trupps eine umfas­sen­de Men­schen­ret­tung ein. Über trag­ba­re Lei­tern sowie zwei Dreh­lei­tern im vor­de­ren und hin­te­ren Bereich des Wohn­kom­ple­xes wur­den Bewoh­ner aus den Fens­tern geret­tet. Nach dem die ers­ten akut bedroh­ten Bewoh­ner geret­tet wur­den, begann die Brand­be­kämp­fung im Kel­ler. Das Feu­er konn­te schnell loka­li­siert und abge­löscht wer­den, so dass die Rauch­ent­wick­lung nachließ.

Danach begann dann der umfang­rei­che­re Teil des Ein­sat­zes: Das Feu­er hat­te im Kel­ler gro­ße Tei­le der Elek­tro­ver­tei­lung sowie der Hei­zung zer­stört und Brand­rauch hat­te sich im gesam­ten Gebäu­de sowie in den Woh­nun­gen ver­teilt. Es muss­ten nun ins­ge­samt 81 Per­so­nen betreut wer­den. Dafür wur­den ins­ge­samt drei Betreu­ungs­ein­hei­ten der Johan­ni­ter, Mal­te­ser und des DRK ange­for­dert. Bedingt durch die nied­ri­gen Tem­pe­ra­tu­ren konn­ten die betrof­fe­nen Per­so­nen nicht vor dem Haus betreut wer­den und muss­ten daher auf eigens ange­for­der­te Bus­se ver­teilt wer­den. Der Ret­tungs­dienst sich­te­te jede Per­son, die aus dem Gebäu­de geführt wur­de und teil­te die­se in Sich­tungs­ka­te­go­rien ein.

Die­se Sich­tung ergab, dass ins­ge­samt zehn Per­so­nen mit Ver­dacht auf Rauch­gas­ver­gif­tung in ein nah­ge­le­ge­nes Kran­ken­haus trans­por­tiert wer­den muss­ten. Die rest­li­chen 71 Per­so­nen wur­den in den Bus­sen durch die Ein­satz­ein­hei­ten betreut und wer­den zur Stun­de durch das Sozi­al­amt der Stadt Neuss in Unter­künf­te verteilt.

Der gesam­te Wohn­kom­plex wur­de bis auf wei­te­res unbe­wohn­bar, die Poli­zei hat die Ermitt­lun­gen zur Brand­ur­sa­che auf­ge­nom­men. Von Sei­ten Feu­er­wehr waren 48 Ein­satz­kräf­te von 2:30 Uhr bis 7:00 Uhr im Ein­satz. Die Kaars­ter Stra­ße war für die Dau­er des Ein­sat­zes zwi­schen der Glad­ba­cher und Vier­sener Stra­ße voll gesperrt, bis letz­te Nach­lösch- und Auf­räum­ar­bei­ten been­det waren.

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