Mün­chen — Mehr­stün­di­ger Brandeinsatz

Mün­chen — Mehr­stün­di­ger Brandeinsatz

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Mün­chen (Schwa­bing-West)  (ots)

 

Diens­tag, 19. Okto­ber 2021, 8.07 Uhr

Karl-Theo­dor-Stra­ße


Ein Woh­nungs­brand in einem Mehr­fa­mi­li­en­haus in Schwa­bing-West hat die Feu­er­wehr Mün­chen per­so­nell und mate­ri­ell den gan­zen Tag beschäftigt.

In den Mor­gen­stun­den mel­de­te die Ein­satz­zen­tra­le der Poli­zei einen Brand im zwei­ten Stock eines fünf­stö­cki­gen Wohn­hau­ses. Ein Lösch­zug und der I‑Dienst wur­den zur Ein­satz­stel­le alar­miert. Es wur­de davon aus­ge­gan­gen, dass sich noch ein Bewoh­ner in der Brand­woh­nung befand. Auf­grund von Ermitt­lun­gen der Poli­zei bestä­tig­te sich die­se Annah­me. Alle wei­te­ren Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner hat­ten zu dem Zeit­punkt bereits vor­bild­lich das Gebäu­de verlassen.

Zeit­gleich gin­gen Ein­satz­kräf­te unter Atem­schutz über das Trep­pen­haus ins zwei­te Ober­ge­schoss, wäh­rend wei­te­re Ein­satz­kräf­te eine Dreh­lei­ter in Stel­lung brach­ten und eine wei­te­re Brand­be­kämp­fung von außen vor­be­rei­te­ten. Fast zeit­gleich ver­schaff­ten sich bei­de Teams gewalt­sam zutritt zur Woh­nung. Dies führ­te zu einer star­ken Rauch­aus­brei­tung im gesam­ten Stra­ßen­be­reich. Durch den Ein­satz eines Rauch­vor­hangs blieb das Trep­pen­haus aber rauch­frei. Zusätz­lich unter­stütz­te ein Hoch­leis­tungs­lüf­ter bei der Belüf­tung der Brandwohnung.

Kurz nach Betre­ten der Woh­nung fand ein Atem­schutz­trupp den 65-jäh­ri­gen Woh­nungs­in­ha­ber bewusst­los am Boden lie­gend. Sofort ret­te­ten sie die­sen aus der Woh­nung und über­ga­ben ihn an das bereit­ste­hen­de Ret­tungs­dienst­per­so­nal. Die­se lei­te­ten sofort lebens­ret­ten­de Maß­nah­men ein und trans­por­tier­ten den Schwer­ver­letz­ten auf eine Inten­siv­sta­ti­on einer Münch­ner Klinik.

Wäh­rend­des­sen kämpf­ten sich die Atem­schutz­trupps wei­ter durch die Ein­rich­tung und ein­ge­la­ger­ten Sach­wer­te in der Woh­nung. Auf der Suche nach dem Brand­herd muss­ten sie gro­ße Men­gen an Eigen­tum des Mie­ters umräu­men. Dies führ­te dazu, dass durch die­se Maß­nah­me immer wie­der Glut­nes­ter gefun­den wur­den. So kam es immer wie­der zu star­ken Rauch­wol­ken im Stra­ßen­be­reich. Wegen der erheb­li­chen Men­ge an Sach­gü­ter in der Woh­nung muss­ten die Ein­satz­kräf­te die­se aus­räu­men, um wei­te­re Brand- und Glut­nes­ter zu fin­den. Dazu for­der­te der Ein­satz­lei­ter eini­ge Schutt­mul­den an, in denen das Mate­ri­al auf­ge­fan­gen wurde.

München - Mehrstündiger Brandeinsatz - Einsatzfoto Berufsfeuerwehr München
Mün­chen — Mehr­stün­di­ger Brand­ein­satz — Ein­satz­fo­to Berufs­feu­er­wehr München

Bereits zu die­sem Zeit­punkt began­nen die Brand­fahn­der der Poli­zei mit ihren Ermittlungen.

Wäh­rend den Arbei­ten wur­de durch Mit­ar­bei­ter der Haus­ver­wal­tung das Gebäu­de teil­wei­se strom­los geschal­ten, da durch die Lösch­ar­bei­ten die dar­un­ter­lie­gen­den Woh­nun­gen in Mit­lei­den­schaft gezo­gen wur­den. Zudem war ein angren­zen­der Super­markt von den Lösch­maß­nah­men betrof­fen. Die­ser muss bis auf Wei­te­res den Ver­kaufs­be­trieb aussetzen.

Ein hin­zu­ge­zo­ge­nes Sta­ti­ker-Team begut­ach­te­te die Bau­sub­stanz. Dabei stell­ten sie auf­grund des gela­ger­ten Mate­ri­als, des Lösch­was­sers und der Brand­aus­wir­kun­gen Pro­ble­me in der Sta­tik fest. Dies führ­te dazu, dass die Arbei­ten in der Brand­woh­nung ein­ge­stellt wer­den muss­ten und zur Wei­ter­füh­rung erst Bau­stüt­zen unter der Brand­woh­nung im Erd- und ers­ten Geschoss ein­ge­setzt wer­den muss­ten. Erst danach wur­de die Woh­nung wei­ter vom Brand­schutt befreit und wei­te­re Nach­lösch­ar­bei­ten durch­ge­führt. Dann konn­te auch die Brand­woh­nung gemäß den Anwei­sun­gen der Lokal­bau­kom­mi­si­on mit Bau­stüt­zen gesi­chert werden.

Erst um 19.14 Uhr rück­ten die letz­ten Kräf­te von der Ein­satz­stel­le ab.

Das in Mul­den zusam­men­ge­fan­ge­ne Brand­gut wur­de in das Heiz­kraft­werk Süd zur Ver­bren­nung transportiert.

Wäh­rend der Maß­nah­men an der Ein­satz­stel­le war die Karl-Theo­dor-Stra­ße zwi­schen Bon­ner Platz und Degen­feld­stra­ße gesperrt. Im Ein­satz waren ins­ge­samt 140 Ein­satz­kräf­te von Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst, dabei wur­den über 60 Atem­schutz­ge­rä­te wäh­rend den Maß­nah­men benötigt.

Die Brand­ur­sa­chen­er­mitt­lung hat die Poli­zei auf­ge­nom­men, der Sach­scha­den ist nach ers­ten Schät­zun­gen im nied­ri­gen bis mitt­le­ren sechs­stel­li­gen Bereich.

Ein­ge­setz­te Kräf­te: Berufs­feu­er­wehr und Frei­wil­li­ge Feuerwehr

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