Höher — schneller — weiter! PKW landet auf LKW

Höher — schneller — weiter! PKW landet auf LKW

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Viel zu schnell — verunfallt, und spektakulär “abgeflogen”! — Velbert

Mettmann (ots)

Am späten Son­ntagabend des 18.10.2020 ereignete sich auf der Siemensstraße im Vel­bert­er Ort­steil Röbbeck ein spek­takulär­er Verkehrsun­fall mit Per­so­n­en- und hohem Sach­schaden, bei dem ein hochmo­torisiert­er VW Golf R (199 KW / 270 PS) mit über­höhter Geschwindigkeit von der regen­nassen Straße abkam. Nach der Kol­li­sio­nen mit einem Baum, Sträuch­ern und einem Zaun flog der Wagen mehrere Meter durch die Luft, bevor er auf dem Dach eines LKW-Anhängers lan­dete und erst im Führerhaus ein­er dahin­ter ste­hen­den Sat­telzug­mas­chine zum Still­stand kam.


   --- Die Chronologie der Ereignisse: ---

Gegen 23.30 Uhr, meldete eine Zeu­g­in der Polizei fer­n­mündlich ein ver­meintlich­es Straßen­ren­nen auf der Siemensstraße. Bei ein­er sofor­ti­gen Über­prü­fung des gesamten Straßen­ver­laufs wur­den dort von der Vel­bert­er Polizei aber keine verdächti­gen Fahrzeuge mehr angetroffen.

Doch etwa 90 Minuten später, am nächtlichen Mon­tag­mor­gen des 19.10.2020, gegen 01.00 Uhr, meldete sich tele­fonisch ein weit­er­er Vel­bert­er Bürg­er bei der Polizei, der den Verkehrsun­fall seines Sohnes meldete. Sein beim Unfall ver­let­zter Sohn hat­te ihn gegen 23.40 Uhr angerufen, um Hil­fe gebeten und zur Siemensstraße gebeten. Dort hat­te der Vater seinen schein­bar nur leicht ver­let­zten Sohn auch angetrof­fen, und zunächst nach Hause gefahren.

Dort entsch­ied man sich jedoch nur wenig später, den Ver­let­zten bess­er in ein örtlich­es Kranken­haus zu brin­gen, wo der 20-jährige Vel­bert­er dann auch zur sta­tionären ärztlichen Behand­lung verblieb. Nach tele­fonis­ch­er Aus­sage des Vaters sollte eine polizeiliche Unfal­lauf­nahme nicht erforder­lich sein, da der Unfall größten Teils auf nicht öffentlich­er Fläche geschehen sei. Zudem sei nur ein Baum getrof­fen und kein weit­er­er Sach­schaden entstanden.

Bei erneuter polizeilich­er Über­prü­fung der Siemensstraße fand die Polizei dann in Höhe der Haus­num­mer 19 tat­säch­lich einen abgeknick­ten kleineren Baum am Straßen­rand. Als man den Unfall­spuren dann aber weit­er fol­gte, ergab sich über­raschend ein vol­lkom­men uner­wartetes Ergebnis.

Nach dem Stand aktueller polizeilich­er Ermit­tlun­gen, hat­te der 20-jährige Vel­bert­er, mit dem blauen PKW VW Golf, die abschüs­sige, regen­nasse und auf 50 km/h beschränk­te Siemensstraße, aus Rich­tung Innen­stadt kom­mend, in Fahrtrich­tung Lan­gen­berg­er Straße befahren. In Höhe der späteren Unfall­stelle hat­te er, in ein­er nur leicht­en Recht­skurve, mit offen­sichtlich erhe­blich über­höhter Geschwindigkeit die Kon­trolle über den PKW ver­loren. Der Golf kam nach links von der Fahrbahn ab und prallte auf dem begrün­ten Seit­en­streifen zunächst gegen einen Baum, welch­er bei der Kol­li­sion abgeknickt und total zer­stört wurde. Offen­bar war der Wagen des 20-Jähri­gen jedoch so schnell, dass er von diesem “Hin­der­nis” nicht entschei­dend gebremst wurde.

So raste der beschädigte VW weit­er, über­fuhr den links­seit­i­gen Gehweg und geri­et durch einen bepflanzten Grün­streifen auf das Werks­gelände ein­er Messe­bau­fir­ma. Doch auch hier stoppte der Golf nicht. Er durch­brach einen Zaun zu einem benach­barten, tiefer­liegen­den Spedi­tion­s­gelände. Dort hob der VW ab und flog mehrere Meter durch die Luft. Er schlug auf dem Dach eines gepark­ten Sat­te­lan­hängers auf, bevor er in das Führerhaus eines dahin­ter gepark­ten Sat­telzuges schleud­erte und erst dort, beina­he senkrecht eingekeilt zum Still­stand kam.

Der auf gesamten Unfall­strecke fest­gestellte Sach­schaden sum­miert sich nach ersten polizeilichen Schätzun­gen auf min­destens 125.000,- Euro.

Die Polizei hat ein Strafver­fahren wegen Verkehrs­ge­fährdung, Verkehrsun­fall­flucht und wegen des Ver­dachts der Beteili­gung an einem ille­galen Straßen­ren­nen (§ 315d StGB) gegen den 20-jähri­gen Unfall­fahrer ein­geleit­et. Der Führerschein des Beschuldigten wurde sichergestellt, zeit­gle­ich wurde dem 20-Jähri­gen bis auf weit­eres jedes Führen führerscheinpflichtiger Fahrzeuge aus­drück­lich untersagt.

Hin­weise auf Alko­hol- oder Dro­genkon­sum des jun­gen Vel­bert­ers ergaben sich nicht. Ob der Unfall tat­säch­lich in Verbindung mit einem ille­galen Fahrzeu­gren­nen ste­ht, ist aktuell noch Gegen­stand weit­er­er Ermittlungen.

Sach­di­en­liche Hin­weise bish­er noch unbekan­nter Zeu­gen zum Unfallgeschehen, wie auch zu einem ver­meintlichen Straßen­ren­nen zur Unfal­lzeit, nimmt die Polizei in Vel­bert, Tele­fon 02051 / 946‑6110, jed­erzeit entgegen.

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