Europäischer Tag des Notrufs 112 am 11. Februar

    0
    28
    Europäischer Tag des Notrufs 112 am 11. Februar
    Ute und Dr. med. h.c. Siegfried Steiger präsentieren den "112 Award - Citizens' Initiative", den sie am 10.02.2009 von der EU für ihr Engagement verliehen bekommen haben. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/119576 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Björn Steiger Stiftung"
    Karte nicht verfügbar

    Datum/Zeit
    Date(s) - 11/02/2018 - 12/02/2018
    00:00 - 00:01

    Kategorien


    Die Nummer, die Leben rettet:

    Jeder Schlaganfall ist ein Notfall. Die Notrufnummer 112 funktioniert in allen EU-Mitgliedsstaaten.
    Jeder Schlaganfall ist ein Notfall. Die Notrufnummer 112 funktioniert in allen EU-Mitgliedsstaaten.

    Winnenden (ots) – Der 11. Februar ist ein ganz besonderer Tag – es ist der Europäische Tag des Notrufs 112! Die Nummer für den Notfall kennt mittlerweile fast jedes Kind, doch nur die wenigsten wissen, wie der Notruf ins Leben gerufen wurde und wie er tatsächlich funktioniert. Genau zu diesem Zweck wurde der Europäische Tag des Notrufs 112 im Jahr 2009 ins Leben gerufen: Er soll darauf aufmerksam machen, wie wichtig ein gut funktionierendes Notfallsystem ist und zeigen, was es mit der 112 eigentlich auf sich hat.

    Was viele nicht wissen: Die Geschichte der Nummer, die täglich so viele Leben rettet, beginnt 1969 mit dem tragischen Tod eines kleinen Jungen namens Björn (8), für den nach einem Unfall der Krankenwagen viel zu spät und ohne medizinische Geräte eintraf, mit denen der Junge hätte versorgt werden können. Natürlich fragten sich Björns Eltern Siegfried und Ute, ob der Achtjährige hätte gerettet werden können und schworen sich: “Wir wollen das Notfallsystem in Deutschland verbessern – anderen Familien soll dieses schreckliche Schicksal erspart bleiben!” Und das haben die beiden tatsächlich getan: Sie gründeten kurz nach dem tragischen Unfall die nach ihrem Sohn benannte Björn Steiger Stiftung in Winnenden!

    Seitdem hat sich die Stiftung dem Auf- und Ausbau des Notfallsystems in Deutschland verschrieben: Ihr sind u.a. der Aufbau und der Erhalt von Notrufsäulen an Landstraßen und Autobahnen, die Einführung der ersten zivilen Luftrettungsorganisation in Deutschland oder der Ausbau von Rettungswagen zu verdanken. “Wir wollen die ausgeprägte Hilfsbereitschaft von Björn nicht mit ihm sterben lassen”, sagt Siegfried Steiger.

    Doch den wohl größten Erfolg erkämpfte er sich im Jahr 1973: Nach vielen Rückschlägen gelang ihm Dank seines unermüdlichen Engagements etwas Revolutionäres: Die Notrufnummer 110/112 wurde bundesweit eingeführt und gilt mittlerweile in ganz Europa und per Mobiltelefon sogar weltweit und gebührenfrei!

    Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2013 ist die europaweit kostenlose Erreichbarkeit der 112 jedoch nur knapp 17% der Deutschen bewusst! Umso wichtiger ist es, dass der Europäische Tag des Notrufs 112 das Bewusstsein hierfür stärkt – denn die Nummer für den Notfall kann natürlich nur dann Leben retten, wenn sie auch gewählt wird. Mit ihren Projekten will die Björn Steiger Stiftung die Notfallhilfe weiter optimieren und im Rahmen des Europäischen Tag des Notrufs 112 daran erinnern, wie wichtig ein funktionierendes Notrufsystem und die weltweit erreichbare Notrufnummer 112 sind.

    Björn Steiger Stiftung

    Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall sowie der Verbesserung des Erreichungsgrads der Hilfsfristen für Notärzte, Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge in Deutschland.

    EU-Notruf 112 – Unwissen noch weit verbreitet

    Gütersloh/Brüssel (ots) – Noch immer kennen zu wenig Europäer den Notruf 112. Darauf weist die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe anlässlich des Europäischen Notruftages am 11. Februar hin.

    Seit 2008 gilt die Notrufnummer 112 in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten aus dem Festnetz und dem Mobilfunknetz. Doch das Wissen darüber ist sehr ungleich verteilt. Das zeigt eine Erhebung der Europäischen Kommission (COCOM 16-01). Nur 48 Prozent aller EU-Bürger wussten demnach von der europaweiten Notrufnummer.

    In Deutschland waren es immerhin 61 Prozent der Bevölkerung. Gemeinsam mit Rumänien, Bulgarien und den Niederlanden teilen sich die Deutschen in dieser Statistik Rang 9. Führend sind die Polen, von denen 83 Prozent die EU-Notrufnummer kennen. Schlusslicht ist Griechenland. Dort ist die Nummer lediglich 13 Prozent der Bürger bekannt.

    Mehr als die Hälfte der Deutschen reist mindestens einmal jährlich in ein anderes EU-Land. Für sie kann das Wissen um die 112 besonders wichtig werden, denn bei einem Schlaganfall kommt es auf jede Minute an, um Hirnfunktionen zu retten. Durch das symbolische Datum des Aktionstages (11.2.) soll sich die Notrufnummer weiter verbreiten.

    Das Ranking zur Bekanntheit der EU-Notrufnummer und viele weitere Informationen rund um den Notfall Schlaganfall findet sich im Internet-Portal der Deutschen Schlaganfall-Hilfe: www.schlaganfall-hilfe.de

    Notruf 112: Dran bleiben rettet Leben
    Deutscher Feuerwehrverband informiert zum Notruftag am 11. Februar 2017

    Frank HACHEMER, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, informiert über den Europäischen Notruftag am 11. Februar.
    LFV-Präsident Frank Hachemer bei seiner Begrüßungsrede anlässlich des Emfpangs des Ministers des Inneren, Roger Lewentz, beim Rheinland-Pfalz-Tag 2014 in Neuwied am Rhein.

    Berlin (ots) – 500 Millionen Menschen, ein Notruf: Über die kostenfreie Telefonnummer 112 erhalten Hilfesuchende in allen Ländern der Europäischen Union Schutz und Hilfe von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten. Um diese Nummer bekannter zu machen, findet am 11. Februar der europaweite Notruftag statt. “Wir wollen die Menschen darüber informieren, dass der Notruf 112 nicht nur in Deutschland, sondern europaweit für schnelle, zuverlässige Hilfe steht”, erklärt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

    “Man sollte es kaum glauben, aber manchmal übermannt Anrufer einfach die Aufregung. Sie legen dann zum Beispiel sofort wieder auf, nachdem sie nur schnell gemeldet haben, dass es bei ihnen brennt”, so Hachemer. Er beruhigt die potenziellen Anrufer: “Niemand muss sich einen Fragenkatalog oder Merksätze merken, um einen hilfreichen Notruf abzusetzen. Die Disponenten am anderen Ende der Leitung fragen alles ab, was sie wissen müssen. Da lautet die ganz einfache Devise: Dran bleiben. Da erhält man auch hilfreiche Anweisungen, was man selbst in diesem Moment tun kann.” Sein Fazit: “Notrufe sind keine Hexerei, dafür aber Lebensretter – und das in ganz Europa!”

    Der Notruf 112 ist in Europa der einheitliche und direkte Draht zu schneller Hilfe. Auch in sämtlichen Handynetzen führt sie zur zuständigen Notrufzentrale. Der DFV informiert anlässlich des europäischen Notruftags über die einheitliche Nummer:

    – Der Hintergrund: Dienstreise, Urlaub oder einfach so: Die  Mobilität innerhalb Europas ist hoch; eine EU-weit einheitliche  Notrufnummer also sehr sinnvoll. So müssen die Bürger sich statt
    mehrerer Notrufnummern nur noch die 112 merken – und bekommen überall adäquate Hilfe!
    – Der Anruf: Die Notrufnummer 112 kann von überall her erreicht werden: Egal ob Festnetz, öffentliches Telefon oder Mobiltelefon. Beim Handy muss allerdings eine SIM-Karte eingelegt sein.
    – Die Kosten: Das Gespräch über die Notrufnummer ist immer kostenlos!
    – Die Antwort: Wer bei der 112 ans Telefon geht, ist auf Notfälle vorbereitet: In Abhängigkeit vom jeweiligen nationalen System für den Bevölkerungsschutz kommt der Notruf zumeist bei Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei an. Die dortigen Mitarbeiter sind für die Notrufabfrage geschult und sprechen beispielsweise in Deutschland häufig auch Englisch; in Grenznähe auch die Sprache der Nachbarregion.

    Kommentar verfassen